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Neubürgerbroschüre der Stadt Mettmann

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Neubürgerbroschüre

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Das Wildgehege im Neandertal

Auerochsen, Tarpane und Wisente

Das Wildgehege – heute durch den Zweckverband Neandertal betreut – wurde 1935 vom Naturschutzverein Neandertal eingerichtet, der auch Eigentümer der Tiere ist.

Foto vom Wildgehege

In großen Freigehegen werden Auerochsen, Tarpane und Wisente, die zur Jagdbeute der Neanderthaler zählten, artgerecht gehalten. Auerochsen und Tarpane (eine Wildpferdart) sind in Europa schon vor hunderten von Jahren ausgestorben. Doch sind sie die Vorfahren unserer heutigen Hausrinder und Pferde, so dass die heute lebenden Tiere das Erbgut der ausgestorbenen Tiere in sich tragen. Durch Kreuzung ursprünglicher Rassen konnten Tiere gezüchtet werden, die ihren Vorfahren sehr ähnlich sind.

Auerochsen

Sie bewohnten ursprünglich weite Teile Europas, Nord-Afrikas und West-Asiens. Die Tiere lebten in Steppen, Waldlandschaften, Auen und Gebirgen. Die Zerstörung ihres Lebensraumes, die Konkurrenz zu domestiziertem Weidevieh und ihre Verfolgung führten zur Ausrottung im 17. Jahrhundert.

Foto von Auerochsen

Mit einer Kopfrumpflänge von über 3 m, einer Schulterhöhe von 1,75 bis 1,88 Metern bei den Bullen und einem Gewicht bis zu einer Tonne war der Auerochse bis zum Mittelalter das mächtigste Landtier Europas. Der Geschlechtsdimorphismus war stark ausgeprägt, die Kühe hatten eine Schulterhohe von etwa 1,50 m. Die Hörner wurden bis zu 80 cm lang, waren in typischer Weise nach vorn geschwungen und hatten eine schwarze Spitze.

Das Fell war bei Kühen dunkelrotbraun mit rotbraunen Aalstrich, bei Stieren dagegen wesentlich dunkler, oft fast schwarz mit hellgelbgrauen oder grauweißen Aalstrich und oft einem helleren Bereich an den Flanken. Darüber hinaus hatten die Tiere helle Stirnlocken, helle Augenringe sowie aufgehellte Bauch- und Beininnenseiten. Charakteristisch war auch eine helles Flotzmaul. Kälber kamen hellbraun zur Welt und wurden dann in Laufe eines Jahres immer dunkler.

Aktueller Tierbestand: 1 Stier , 14 Kühe und ca. 8 Kälber

Tarpane

Bis ins 17. Jh. lebten diese Pferde in ganz Eurasien. Ihr natürlicher Lebensraum war der Wald. Die Zerstörung dieses Raumes führte unter anderem zu ihrer Ausrottung.

Aktueller Tierbestand: 1 Hengst, 3 Stuten, 2 Fohlen

Wisente

Die Wisente sind die größten Landsäugetiere Europas.

Das Gewicht eines erwachsenen Tieres liegt zwischen 500 und 900 Kilogramm, besonders große werden sogar 1.000 Kilogramm schwer. Die Kühe sind kleiner und leichter (300 bis 500 Kilogramm). Wisente sind Pflanzenfresser und Wiederkäuer. Sie ernähren sich bevorzugt von Laub, Schösslingen, Wurzeln,Foto von einem Wisent kleinen Ästen und Baumrinde.

Wisente leben meist in Herden zu zehn bis zwölf Tieren Wisente lebten ursprünglich im Wald; doch auch hier führte die Zerstörung des natürlichen Umfeldes fast bis zu ihrer Ausrottung.

Einige Tiere überlebten in Gefangenschaft und so konnte ihr Bestand durch gezielte Züchtung gesichert werden.

Aktueller Tierbestand: 1 Stier, 3 Kühe

Naturschutzverein Neandertal e.V.

Otto Kahm,
c/o Stadtverwaltung Mettmann,
Neanderstr. 85, 40822 Mettmann

Tel: 02104 - 980350

Homepage: www.wildgehege-neandertal.de

 

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