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Pressemeldungen & News vom:

28.03.2017: "Soneros de Verdad" : Afro-kubanischen Rhythmen am 12. Mai in der Neandertalhalle

28.03.2017: Freie Plätze beim Ferienprogramm des Jugendamtes

28.03.2017: Recyclinghof freitags wieder bis 18:00 Uhr geöffnet

27.03.2017: GeschichtenZEIT in der Stadtbibliothek am 01.04.2017

27.03.2017: Teilsperrung der Eidamshauser Straße vom 10.04.-12.05.2017

27.03.2017: Teilsperrung der Laubacher Straße am 10. April

24.03.2017: Lesung mit Janin Kunze aus ihrer Biographie „Geschenkte Wurzeln“

23.03.2017: Mettmann Tourt mit - Stadt läutet am Freitag den 100 -Tage-Countdown zur Tour de France ein

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Das Eiszeitliche Wildgehege im Neandertal

Das Eiszeitliche Wildgehege im berühmten Tal mit Auerochsen, Tarpanen und Wisenten

Das Eiszeitliche Wildgehege wird heute durch den Kreis Mettmann betreut und wurde 1935 vom Naturschutzverein Neandertal eingerichtet, der auch Eigentümer der Tiere ist. Auf einer Fläche von mehr als 23 Hektar werden Auerochsen, Tarpane und Wisente, die zur Jagdbeute der Neanderthaler zählten, artgerecht gehalten.Foto vom Wildgehege

Auerochsen und Tarpane sind in Europa schon vor hunderten von Jahren ausgestorben. Doch sind sie die Vorfahren unserer heutigen Hausrinder und Pferde, sodass die heute lebenden Tiere das Erbgut der ausgestorbenen Tiere in sich tragen. Durch Kreuzung ursprünglicher Rassen konnten Tiere gezüchtet werden, die ihren Vorfahren sehr ähnlich sind.

Die Tiere im Eiszeitlichen Wildgehege haben relativ natürliche Entwicklungsmöglichkeiten. So sind sie zum teil scheuer als Zootiere und finden in ihrem Areal genügend "Fluchtplätze", um sich zurückzuziehen. Bei Schnee, Regen und an heißen Tagen suchen die Auerochsen Schutz unter den Bäumen. Tarpane und Wisente können sich in ihren Ställen unterstellen.

BITTE FÜTTERN SIE DIE TIERE NICHT! Gerne dürfen Sie im Herbst Kastanien und Eicheln sammeln und an einem der Ställe abgeben. Die Wisente lieben diesen Leckerbissen und die Hegemeisterin wird die Früchte den Tieren über den Winter portionsweise zukommen lassen.

Auerochsen

Sie bewohnten ursprünglich weite Teile Europas, Nord-Afrikas und West-Asiens. Die Tiere lebten in Steppen, Waldlandschaften, Auen und Gebirgen. Die Zerstörung ihres Lebensraumes, die Konkurrenz zu domestiziertem Weidevieh und ihre Verfolgung führten zur Ausrottung im 17. Jahrhundert.

Foto von Auerochsen

Mit einer Kopfrumpflänge von über 3 m, einer Schulterhöhe von 1,75 bis 1,88 Metern bei den Bullen und einem Gewicht bis zu einer Tonne war der Auerochse bis zum Mittelalter das mächtigste Landtier Europas. Der Geschlechtsdimorphismus war stark ausgeprägt, die Kühe hatten eine Schulterhohe von etwa 1,50 m. Die Hörner wurden bis zu 80 cm lang, waren in typischer Weise nach vorn geschwungen und hatten eine schwarze Spitze.

Das Fell war bei Kühen dunkelrotbraun mit rotbraunen Aalstrich, bei Stieren dagegen wesentlich dunkler, oft fast schwarz mit hellgelbgrauen oder grauweißen Aalstrich und oft einem helleren Bereich an den Flanken. Darüber hinaus hatten die Tiere helle Stirnlocken, helle Augenringe sowie aufgehellte Bauch- und Beininnenseiten. Charakteristisch war auch eine helles Flotzmaul. Kälber kamen hellbraun zur Welt und wurden dann in Laufe eines Jahres immer dunkler.

Aktueller Tierbestand: 1 Stier , 12 Kühe und 10 Kälber

Tarpane

Der Tarpan war ein eurasisches Wildpferd, das in den Waldgebieten Mitteleuropas und den Steppen Osteuropas und Rußlands lebte. Ihr natürlicher Lebensraum war der Wald. Die Zerstörung dieses Raumes führte unter anderem zu ihrer Ausrottung. Der letzte freilebende Steppentarpan soll 1876 getötet worden sein.

In den 1930er Jahren versuchten die Brüder Heck, die bereits Erfahrungen mit der "Rückzüchtung" von Auerochsen hatten, den Tarpan wiederauferstehen zu lassen. Dazu kreuzten sie Przwalskipferde mit isländischen und gotländischen Ponys. Parallel dazu gab es auch in Polen Bemühungen, durch Zuchtauswahl einer Herde Koniks zu den typischen Merkmalen des Tarpans zu gelangen. Eine genaue "Zurück"-Züchtung ist natürlich nicht mehr möglich, da einmal verlorengegangenes Erbgut nicht identisch wiederhergestellt werden kann.

Merkmale des heutigen Tarpans sind mausgraues Fell mit einem dunklen Aalstrich, die zweifarbige Mähne, Zebrastreifen an den Vorderfußwurzelgelenken, harte Hufe, ein breiter, leicht gewölbter Kopf, ein dunkles Maul und das Fehlen jeglicher heller Abzeichen. Zudem sind die Pferde besonders robust und unempfindlich gegen Wetter und Krankheiten.

Tarpane leben ganzjährig draußen, nur im Winter haben sie auch Zugang zum Stall.

In den Wintermonaten können Sie unsere Tarpane auf der Winterweide nahe der Steinzeitwerkstatt beobachten, während sie den Sommer zum größten Teil auf den Hangwiesen im Süden des Geheges verbringen.

 

Aktueller Tierbestand: 1 Hengst, 3 Stuten und ihre Fohlen

Wisente

Die Wisente sind die größten Landsäugetiere Europas.

Das Gewicht eines erwachsenen Tieres liegt zwischen 500 und 900 Kilogramm, besonders große werden sogar 1.000 Kilogramm schwer.Foto vom Wildgehege Die Kühe sind kleiner und leichter (300 bis 500 Kilogramm). Wisente sind Pflanzenfresser und Wiederkäuer. Sie ernähren sich bevorzugt von Laub, Schösslingen, Wurzeln, kleinen Ästen und Baumrinde.

Wisente leben meist in Herden zu zehn bis zwölf Tieren Wisente lebten ursprünglich im Wald; doch auch hier führte die Zerstörung des natürlichen Umfeldes fast bis zu ihrer Ausrottung.

Einige Tiere überlebten in Gefangenschaft und so konnte ihr Bestand durch gezielte Züchtung gesichert werden.

Aktueller Tierbestand: 2 Kühe

 

Flyer zum Download

Gerne könne Sie sich hier auch unsere Besucherinformation über das Wildgehege als PDF-Datei downloaden!

Flyer Wildgehege

 

 

 

Naturschutzverein Neandertal e.V.

Otto Kahm,
Düsseldorfer Str. 3, 40822 Mettmann

Tel: 02104 / 25273

Homepage: www.wildgehege-neandertal.de
Email: otto.kahm@gmail.com

 

Wildgehege Neandertal

Gehegemitarbeiter
Thekhauser Quall 2, 40699 Erkrath
Tel: 0173 / 2817252

Homepage: www.wildgehege-neandertal.de
Email: wildgehege-neandertal@kreis-mettmann.de

 

 

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