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Neandertal oder Neanderthal? - Was ist denn nun richtig?

Schreibt man das Neandertal mit oder ohne „h“?

Das ist eine der am häufigsten gestellten Fragen bezüglich unseres idyllischen Naherholungsgebietes und des Fundortes der prähistorischen Skelettteile.

Zunächst scheint alles auf eine eindeutige Regelung hinzuweisen. Der Autofahrer, der von Mettmann aus, der Symbol vom liegenden NeanderthalerNeanderthal-Stadt, in das Tal an der Düssel kommt, unterfährt die Regio-Bahn-Brücke an der Talstraße und die ziert der Schriftzug „Neanderthal“.

Der kosten- und umweltbewusste Besucher benutzt die Regio-Bahn von Mettmann oder Düsseldorf aus und fährt bis zum Bahnhof „Neanderthal“. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zum „Neanderthal Museum“.

Sie sehen, bisher alles ganz klar und eindeutig „Neanderthal“.

Doch nun der Griff zum „Duden“ ...

Klärung der Schreibweise eines Wortes nicht ohne die Hinzuziehung des Dudens. Und dort steht: „Neandertaler“ nach dem Fundort Neandertal bei Düsseldorf“. Dass es bei dieser Ortsbestimmung jeden eingefleischten Mettmanner vor Zorn schüttelt, ist verständlich, hat jedoch mit dem Problem nichts zu tun (das Neandertal befindet sich überwiegend auf Mettmanner Gebiet, z. B. das Museum, die Fundstelle liegt in Erkrath, unserer Nachbarstadt – das wollen wir an dieser Stelle nicht näher ausführen, denn sonst wird es noch komplizierter).

Woher stammt die Bezeichnung „Neanderthal“?

Ganz einfach – als der Fundort der Skelettreste Berühmtheit erlangte, ungefähr gegen 1860, Jahre nach dem Fund, schrieb man das Wort „Thal“ mit „h“. Der Mensch, dessen Knochenreste vor 150 Jahren gefunden wurden, erhielt den wissenschaftlichen Namen „Homo neanderthalensis“. Diese wissenschaftliche Bezeichnung hat sich durchgesetzt, auch für Knochenfunde, die z. B. in Frankreich, Belgien oder Kroatien gemacht wurden. Mit „h“ also.

Die Rechtschreibreform Anfang des 20. Jahrhunderts (1901) raubte dem „Thal“ das „h“, somit wurde es zum schlichten, jedoch nicht weniger romantischen „Tal“. Der „Homo neanderthalensis“ behielt jedoch seinen wissenschaftlichen Namen, denn wissenschaftliche Bezeichnungen setzten sich schon immer über den Reformeifer der Philologen hinweg. Auch der Bahnhof „Neanderthal“ behielt trotz Rechtschreibreform seinen Namen mit „h“. Weder die Bundesbahn, noch die Regio-Bahn wagten es, diesen Haltepunkt wegen seines engen Bezuges und seiner unmittelbaren Nähe zum Museum umzubenennen.

Wie kann man das Dilemma erklären?

Ganz einfach: Heute sollten Ortsbezeichnungen das „Neandertal“ ohne „h“ bezeichnen. Alle Namen, die sich auf den prähistorischen Menschen beziehen, führen das „h“.

Beispiel: Das berühmte Neanderthal Museum liegt im idyllischen Neandertal.

Dass es Ausnahmen gibt? Wissen wir! Wir erklären das immer so: Das sind Eigennamen und da ist sowieso (fast) alles erlaubt. Dass das möglicherweise zur Verwirrung beiträgt? Ja – das können wir nachvollziehen – doch dann kommt der rheinische Dreisatz zur Wirkung:

Et is wie et is, et blifft wie et blifft, datt hammer immer schon so jemacht.

Wie gesagt – ganz einfach ;-)

 

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