Home ǀ  Stadtportrait ǀ  Tourismus ǀ  Kinder, Familie & Soziales ǀ  Kultur, Bildung & Freizeit ǀ  Rathaus ǀ  Rat & Politik ǀ  Wirtschaft, Bauen & Verkehr ǀ  Geodaten und Karten ǀ  Impressum und Datenschutz
Pressemeldungen & News vom:

17.10.2018: Spendengelder des Weltkindertags für Kindergarten ''Sunce''

16.10.2018: Holzbrücke am Neanderthaler bis Mitte November gesperrt

16.10.2018: Jugendamt sucht Pflegefamilien

15.10.2018: Teile des Friedhofs Lindenheide vorübergehend ohne Wasser

15.10.2018: Mit Blaulicht in den Ruhestand

15.10.2018: GeschichtenZEIT in der Stadtbibliothek am 20. Oktober

15.10.2018: Neuer Boule-Platz im Stadtwald wurde eröffnet

12.10.2018: Stadtwaldkids laden zum Kartoffelfest ein

12.10.2018: Viele Kontakte auf der Expo Real geknüpft

11.10.2018: Kanalbaumaßnahme an der Straße Auf dem Hüls

11.10.2018: Rat wählt Marko Sucic zum Fachbereichsleiter für Bildung, Jugend und Soziales

11.10.2018: Verkaufsoffener Sonntag zum Blotschenmarkt

weitere Meldungen

Pressemeldungen & News

Stadt Mettmann sucht Schöffen

Pressemeldung vom 12.01.2018

Die Stadt Mettmann sucht für die Amtsperiode vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2023 Damen und Herren, die sich für die ehrenamtliche Tätigkeit als Haupt- und Hilfsschöffen für die Strafkammern des Landgerichts Wuppertal (einschließlich Schwurgericht), die Schöffengerichte des Landgerichtsbezirks Wuppertal, das gemeinsame Schöffengericht bei dem Amtsgericht Velbert, sowie für die Tätigkeit als Jugendhaupt- und Jugendhilfsschöffen für die Jugendkammern und Jugendschöffengerichte interessieren und in die Vorschlagslisten aufgenommen werden möchten.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in der Gemeinde wohnen und am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat eingeleitet wurde, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, d.h. das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von Ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Schöffen in Jugendstrafsachen sollten in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen.

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen durch das Urteil.

Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsympathisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat. Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden.

Jedes Urteil gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können, ohne besserwisserisch zu sein, und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.

Interessenten bewerben sich für das Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen (gegen Erwachsene) bis zum 30. April 2018 bei der Abteilung Zentrale Verwaltung, Organisation und IT-Service, Sonja Runkel, Neanderstr. 85, Zimmer 206 Altbau, Telefon 02104 / 980-165. Interessenten für das Amt eines Jugendschöffen richten ihre Bewerbung bis zum 15. April 2018 an das Jugendamt, Stephan Wischnewski, Neanderstr. 85, Zimmer 3 Altbau, Telefon 02104 / 980–420.

Mehr Informationen erhält man im Internet unter www.schoeffenwahl.de

Bewerbung Schöffen 2018 Bewerbung zur Aufnahme in die Vorschlagsliste der Schöffenwahl 2018 (PDF-Download)

Bewerbung Jugendschöffen Bewerbungsformular für Jugendschöffen (PDF-Download)

Symbolfoto: Michael Grabscheit / pixelio.de

 

Herausgeber dieser Meldung

Kreisstadt Mettmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Neanderstr. 85, 40822 Mettmann
Tel: 02104 / 980-121, Fax: 02104 / 980-714
Email: presse@mettmann.de

 

Zurück Seitenanfang Seite drucken

© Kreisstadt Mettmann - www.mettmann.de

Kreisstadt Mettmann • Neanderstr. 85 • 40822 Mettmann • Tel: 02104 / 980-0 • Fax: 02104 / 980-721 • E-Mail: info@mettmann.de • Impressum