Home ǀ  Stadtportrait ǀ  Tourismus ǀ  Kinder, Familie & Soziales ǀ  Kultur, Bildung & Freizeit ǀ  Rathaus ǀ  Rat & Politik ǀ  Wirtschaft, Bauen & Verkehr ǀ  Geodaten und Karten ǀ  Impressum und Datenschutz
Pressemeldungen & News vom:

25.09.2018: Bürgermeister unterstützt ADFC-Fahrradklima-Test

25.09.2018: Spiele des Jahres 2018 in der Stadtbibliothek

25.09.2018: Vollsperrung auf der A3 zwischen Ratingen-Ost und Mettmann

25.09.2018: 15. Mettmanner Stadtgebet findet am 3. Oktober statt

24.09.2018: Haupt und Finanzausschuss tagt am 25. September

24.09.2018: Freundschaftsverein Mettmann-Gorazde lud zum Jubiläum

24.09.2018: Aktionstag der Wirtschaft: 24 Projekte wurden umgesetzt

24.09.2018: Schutzhütte in Obschwarzbach wurde eingeweiht

21.09.2018: Informationen zur Düsselring-Sanierung

21.09.2018: Verein ''Du-Ich-Wir'' stellt sich im Mehrgenerationenhaus vor

21.09.2018: ''Feuerwehr in Mettmann geht von 11 bis 67 Jahre''

21.09.2018: Ausstellung im Stadtgeschichtshaus bleibt geschlossen

weitere Meldungen

Pressemeldungen & News

Stadt sucht Schöffen für Amt- und Landgericht

Pressemeldung vom 09.03.2018

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt. Gesucht werden in Mettmann 18 Frauen und Männer, die am Amtsgericht Mettmann und am Landgericht Wuppertal als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.

Der Rat der Stadt Mettmann und der Jugendhilfeausschuss Mettmann schlagen doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Schöffen bzw. Jugendschöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in der Gemeinde wohnen und am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Personen, die zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurden, oder gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat läuft, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Frauen und Männer, die in oder für die Justiz arbeiten wie beispielsweise Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer oder Strafvollzugsbedienstete und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, das heißt, sie sollen das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen. Das bedeutet, dass sie die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Schöffen in Jugendstrafsachen sollen in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen.

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen durch das Urteil.

Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsympathisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat. Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden.

Jedes Urteil – gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch – haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitsstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können, ohne besserwisserisch zu sein, und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.

Interessenten für das Amt eines Jugendschöffen richten ihre Bewerbung bis zum 15. April 2018 an das Jugendamt, Stephan Wischnewski, Neanderstraße 85, Zimmer 3 (Altbau), Telefon 02104 / 980-420.

Bewerbungsformulare können auf Internetseite der Stadt Mettmann oder unter www.schoeffenwahl.de heruntergeladen werden.

Bewerbung Schöffen 2018 Bewerbung zur Aufnahme in die Vorschlagsliste der Schöffenwahl 2018 (PDF-Download)

Bewerbung Jugendschöffen Bewerbungsformular für Jugendschöffen (PDF-Download)

Symbolfoto: Michael Grabscheit / pixelio.de

 

Herausgeber dieser Meldung

Kreisstadt Mettmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Neanderstr. 85, 40822 Mettmann
Tel: 02104 / 980-121, Fax: 02104 / 980-714
Email: presse@mettmann.de

 

Zurück Seitenanfang Seite drucken

© Kreisstadt Mettmann - www.mettmann.de

Kreisstadt Mettmann • Neanderstr. 85 • 40822 Mettmann • Tel: 02104 / 980-0 • Fax: 02104 / 980-721 • E-Mail: info@mettmann.de • Impressum