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Pressemeldungen & News

„Die Menschen in Syrien wollen Frieden“

Pressemeldung vom 26.03.2018

Noch bis einschließlich 9. April zeigt der Caritasverband für den Kreis Kreis Mettmann e.V. mit seinem Fachdienst Integration und Migration (FiM)in der Stadtbibliothek die Wanderausstellung „Keys of Hope“ über Kriegsflüchtlinge aus dem Nahen Osten. Zur Eröffnung der Ausstellung erlebten die Besucher einen intensiven Vortrag über Syrien.

„So sehr die Menschen in Syrien Frieden und ihr Land wieder aufbauen wollen - regionale und internationale Kräfte haben andere Interessen. Ich glaube nicht, dass Syrien bald Frieden erleben wird“. Das war das Fazit der Journalistin und Nahostkorrespondentin Karin Leukefeld. Die Syrien-Kennerin hielt einen eindrucksvollen Vortrag zur Eröffnung der Multimedia-Wanderausstellung „Keys of Hope“, konzipiert von Caritas International, der Auslandshilfeabteilung des Deutschen Caritasverbandes.

Viele Syrer hoffen, in ihre Heimat zurückkehren zu können

Das Vernetzungs- und Begegungsprojekt „vielfalt. viel wert.“ im Fachdienst für Integration und Migration im Caritasverband für den Kreis Mettmann hat die Ausstellung nach Mettmann geholt. Die Schau besteht aus Videos, in denen aus Syrien geflüchtete Menschen schildern, was für sie ihre mitgenommenen Haustürschlüssel bedeuten. Ergänzend zeigen 20 Bildtafeln zum einen Hände mit Schlüsseln, zum anderen Portraits mit den Aussagen der Geflüchteten. „Menschen, in diesem Fall aus dem kriegserschütterten Syrien, kommen zu uns, um ein sicheres Zuhause zu finden. Zugleich hegen sie die Hoffnung, eines Tages in ihre Heimat zurückkehren zu können. Diese Menschen haben alles hinter sich gelassen – ihre Familie, ihre Freunde. Aber der Hausschlüssel wird gehütet wie ein Schatz. Er ist das Pfand für die Rückkehr ins heimatliche Haus, in die Wohnung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Caritas, Michael Esser, in seiner Ansprache zur Eröffnung.


Bürgermeister Dinkelmann: Auseinandersetzung mit Krieg und Flucht ist wichtig

Auch Bürgermeister Thomas Dinkelmann war, wie rund 25 weitere Gäste, der Einladung zur Ausstellungseröffnung gefolgt. In seiner Ansprache bekräftigte er, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der Thematik Krieg und Flucht sei: „Für meine Generation ist es unvorstellbar, einen Krieg zu erleben - aber alle Generationen vor uns haben Krieg und Vertreibung erleiden müssen. Als Kinder und Jugendliche haben wir diese individuellen Geschichten von unseren Eltern und Großeltern gehört. Sie erschüttern uns bis heute. Diese Ausstellung liefert Einblicke in ebenso erschütternde persönliche Schicksale. Sich damit auseinander zu setzen, ist der beste Weg, Ängste und Vorurteile abzubauen.“

In ihrem Vortrag zeigte die Journalistin Karin Leukefeld Bilder von Menschen, die sie auf ihren Reisen in Syrien getroffen hat. „Ich bin keine Kriegsberichterstatterin sondern erzähle von den Menschen dahinter“, unterstrich sie. Ihre Schilderungen, etwa aus Aleppo, Homs und az-Zabadani, zeigten neben der erschütternden Zerstörung des Landes vor allem eins: Den Wunsch der Syrer, in ihre Heimat zurückzukehren und sie wieder aufzubauen. „Die Menschen versuchen, mit dem Mut der Verzweiflung Normalität herzustellen“, fasste sie zusammen.

Am Schluss ihres Vortrags ging Leukefeld auch auf die aktuelle Lage in Syrien ein und machte anhand von Kartenmaterial deutlich, welche internationalen Interessen, etwa seitens der Türkei, der USA, Russlands und um Syrien liegender Staaten, den Friedensprozess vereiteln. „Es gibt aus Sicht der USA eine ganz klare Perspektive, das Land aufzuteilen und speziell das Gebiet mit den meisten Bodenschätzen wie Öl und Erdgas unter internationale Kontrolle zu stellen – was jedoch nicht den Interessen Syriens und Russlands entspricht.“

Lesung mit dem syrischen Autor Niroz Malek

„Keys of Hope“ ist noch bis 9. April während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen. Am Montag, 9. April, um 18.30 Uhr beschließt eine Lesung die Ausstellung: Hier steht das Buch „Der Spaziergänger von Aleppo“ des syrischen Autors Niroz Malek im Vordergrund. Malek lebt in Aleppo und schreibt davon, wie es ist, trotz allem in Aleppo zu leben. Maleks in Köln lebende Tochter, Dinan Hesso, wird Texte aus dem Buch auf Arabisch vorlesen und über ihren Vater sprechen. Die deutschen Übersetzungen der Texte tragen die Mettmanner Lesepatin Marion Achinger sowie der Schauspieler Gandi Mukli vor.


Michael Esser, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Kreis Mettmann, Syrien-Expertin Karin Leukefeld und Bürgermeister Thomas Dinkelmann bei der Eröffnung der Ausstellung "Keys of Hope" in der Stadtbibliothek. (Foto: Kreisstadt Mettmann)



 

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