Home ǀ Stadtportrait ǀ Tourismus ǀ Kinder, Familie & Soziales ǀ Kultur, Bildung & Freizeit ǀ Rathaus ǀ Rat & Politik ǀ Wirtschaft, Bauen & Verkehr ǀ Geodaten und Karten
Pressemeldungen & News vom:

21.09.2017: Bestens vorbereitet für die Bundestagswahl

21.09.2017: Kinderkleiderflohmarkt in der Stadthalle restlos ausgebucht

21.09.2017: Friedhofsverwaltung am 27. September nur nachmittags geöffnet

21.09.2017: Dirigentenwechsel bei der Blaskapelle Mettmann

21.09.2017: Tag der offenen Tür in den städtischen Kindertageseinrichtungen

20.09.2017: Behinderungen auf der Breite Straße

20.09.2017: 3. Nacht der Offenen Kirchen

20.09.2017: Sechs Mettmanner Betriebe sind "TYPISCH neanderland"

20.09.2017: Bläsernachwuchs der Musikschule tritt auf

20.09.2017: 14. Mettmanner Stadtgebet am 3. Oktober auf dem Lavalplatz

20.09.2017: "Vertrieben und vergessen?" - große Resonanz auf Kreissparkassen-Ausstellung

20.09.2017: "Die besten deutschen Comics" in der Stadtbibliothek

weitere Meldungen

Patenschaft über Stadt und Kreis Angerapp / Darkehmen

Allgemeine Informationen

Angerapp- jetzt "Ozersk" - Regierungsbezirk Gumbinnen - im Nordosten Ostpreußens, hieß bis 1938 Darkehmen. Wappen der Stadt AngerappDies war gleichzeitig auch der Name der Kreisstadt bis zur Umbenennung nach dem gleichnamigen Fluss Angerapp.

Der Landkreis Angerapp gehörte zu den ersten ostpreußischen Kreisen, in die 1944 Sowjettruppen eindrangen. 

 

Schon im Oktober 1944 war das östliche Kreisgebiet von der Zivilbevölkerung geräumt worden. Ende Januar 1945 war der gesamte Kreis in sowjetischer Hand. Die Überlebenden wurden in alle Winde zerstreut. 1947 begannen einige Angerapper nach dem Verbleib von Landsleuten zu forschen und erste Daten zu sammeln.

Am 03. Oktober 1948 schlossen sich ostpreußische Gruppen in Hamburg zusammen und riefen die Landsmannschaft Ostpreußen ins Leben.
Die Landsmannschaft bemühte sich, im Westen Deutschlands Patenschaften für die ostpreußischen Städte zu finden.

Als im Jahre 1954, im Zeichen der Vorbereitung zur Begehung der 1050-Jahr-Feier unserer Stadt der Gedanke aufkam, eine Patenschaft über einen ostdeutschen Kreis bzw. Stadt oder Gemeinde zu übernehmen, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem "Bund vertriebener Deutscher" - Ortsverein Mettmann - beraten, unter welchen Voraussetzungen eine Patenschaftsübernahme verwirklicht werden kann. 

Am 27. Juni 1954, im Jahre der 1050-Jahr-Feier, beschloss der Rat der Kreisstadt Mettmann einstimmig, die Patenschaft über die Stadt Angerapp zu übernehmen. Im Rahmen der Jubiläumsfeier am 18. September 1954 übergab der Bürgermeister Rosendahl dem damaligen Kreisvertreter Wilhelm Haegert die Patenschaftsurkunde. Am 30.11.1955 beschloss der Rat der Kreisstadt Mettmann, die Patenschaft auch auf den Kreis Angerapp auszudehnen.

Die Kreisstadt Mettmann wurde zum Treffpunkt für die ehemaligen Bewohner von Stadt und Kreis Angerapp. Im 2-Jahres-Rhythmus, an einem Wochenende im Mai, wird die Feier der Patenschaft mit dem Jahreshaupttreffen der Angerapper verbunden. Zu diesem Treffen kommen sie aus aller Welt zusammen, um Erinnerungen an die geliebte Heimat zu pflegen.

Als äußeres Zeichen und Bekräftigung des Freundschaftsbundes wurden im Jahr 1959, nach Fertigstellung eines Ortsteils in Mettmann, die Straßen mit ostdeutschen Städtenamen versehen. Foto 2 von AngerappDer hier als späterer räumlicher Mittelpunkt geschaffene Platz erhielt den Patenschaftsnamen "Angerapper Platz", dort wurde ein Gedenkstein mit der Inschrift "Angerapp 54" aufgestellt.

 

Als Anerkennung für die seit 33 Jahren anhaltende Patenschaft wurde am 03. Mai 1987 der Kreisstadt Mettmann von der Kreisgemeinschaft Angerapp / Darkehmen der Kopernikuspreis, ein europäischer Kulturpreis, ausgehändigt.

Das Bild des inzwischen verstorbenen Königsberger Kunstmalers Heinz Sprenger ist nicht zu vervielfältigen. Die Übergabe des Originals an Mettmann ist ein persönliches Dankeschön der Kreisgemeinschaft Angerapp. Mit der Verleihung wurde in der Kreisgemeinschaft ein offizieller europäischer Kulturpreis festgeschrieben, der ab 1988 jährlich verliehen werden soll. Dieses Bild mit der dazugehörenden Urkunde hat seinen Platz in der Stube wurde 1988 in der alten Bürgermeisterei, Mettmann, Mittelstr.10, eingerichtet. Sie wird von Frau Eva Preuß, einer ehemaligen Angerapperin, liebevoll betreut.

Dort werden vor allem Erinnerungsstücke aus der alten Heimat, die auf der Flucht gerettet wurden oder von Heimatbesuchen mitgebracht werden, gesammelt und ausgestellt. Die Heimatstube ist in der Regel jeden Samstag von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet und kann von Mettmanner Bürgern sowie Gästen der Kreisstadt Mettmann besichtigt werden.

2004 jährte sich die Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde zum 50. Mal. Aus diesem Anlass stiftete die Kreisgemeinschaft ihrer Patenschaft eine Gedenkplakette, die in das Pflaster des Fußweges zwischen der Mittelstraße und dem Marktplatz eingelassen ist, unmittelbar vor dem Stadtgeschichtshaus. In ihrer Aufschrift erinnert sie daran, dass die Patenschaft "Ausdruck der kulturellen Verpflichtung und der ideellen Verbindung" ist. Am 23.05.2004 überreichte der damalige Vorsitzende der Kreisgemeinschaft, Fritz Pauluhn, das Geschenk an die Patenstadt Mettmann.

Vom 09.-12.09.2005 besuchte erstmalig eine städtische Delegation das heutige "Osjorsk" im Gebiet Kaliningrad und erwiderte damit den Besuch des Bürgermeisters Kuznezov aus den Jahren 2002 und 2004 in Mettmann

Reisebericht Osjorsk/Angerapp vom 09.09. - 12.09.2005

Ansprechpartner

Ansprechpartner der Kreisgemeinschaft Angerapp:

Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Angerapp:
Edeltraut Mai, Weißdornweg 8, 22926 Ahrensburg, Tel. 04102 - 823300, Fax: 04102 - 4739608

http://www.angerapp.com

 

 

 zurück  Seitenanfang Seite drucken

© Kreisstadt Mettmann , zuletzt geändert am 20.02.2014

 Kreisstadt Mettmann • Neanderstr. 85 • 40822 Mettmann • Tel: 02104 - 980 0 • Fax: 02104 - 980 721 • Email: info@mettmann.deImpressum