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Warum die Corona-Krise Frauen besonders hart trifft

Internationaler Frauentag: Danke!
Grafik: Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
Pressemeldung vom 6. März 2021
 

Gemeinsame Erklärung der Gleichstellungsbeauftragten der Städte Mettmann und Wülfrath zum Internationalen Frauentag 2021

Der internationale Frauentag am 8. März verbindet Frauen in der ganzen Welt in ihren Forderungen nach Gerechtigkeit und erinnert an die mutigen Streiterinnen, die eine weltweite Bewegung in Gang gebracht haben.

Eine Bewegung, die für das Recht auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und das Recht auf politische Gleichstellung gekämpft hat und für unsere Grundrechte, die erst noch welche werden mussten.

In vielen Ländern dieser Welt und auch in Deutschland war es ein langer und mühevoller Weg, bis diese Grundrechte in die Verfassung aufgenommen wurden. „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ ist das Grundrecht, in dem das Recht auf Gleichstellung in Artikel 3 des Grundgesetzes verankert ist. Jedes Bundesland hat sein eigenes Landesgleichstellungsgesetz. Es verpflichtet die Verwaltungen des Landes und der Kommunen, dieses Grundrecht zu verwirklichen.

„Warum trifft die Corona-Krise Frauen besonders hart?

Krisen verstärken alle existierenden Ungleichheiten. Dies trifft auch auf die durch COVID-19 ausgelöste Krise zu. Frauen und Mädchen zählen in allen Gesellschaften zu benachteiligten Gruppen und sind aus diesem Grund von der Pandemie und ihren Folgen besonders hart betroffen. Dies führt zu unmittelbaren gesundheitlichen und auch zu längerfristigen ökonomischen Folgen. Zudem sind Krisenzeiten für Frauen besonders gefährlich, da sie schlechter vor häuslicher und sexualisierter Gewalt geschützt sind.

Die ersten Entlassungswellen im Zuge der Corona-Pandemie betrafen vor allem Bereiche, in denen Frauen überrepräsentiert sind wie im Einzelhandel, dem Gastgewerbe und dem Tourismus.

Frauen arbeiten weltweit zu einem großen Teil im informellen Sektor und in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Sie sind deshalb häufig nicht krankenversichert, können einen Verdienstausfall nicht abfedern und dann nicht mehr für ihre Familie aufkommen. Allein in Europa haben im ersten Monat der Pandemie informell beschäftigte Arbeiterinnen 70% ihres Einkommens verloren.

Selbst wenn Schulen und Arbeitsplätze nicht geschlossen sind, wird es für viele Frauen immer schwieriger, ihre Pflegebürde und Bildung/Beruf zu vereinen – mit erheblichen finanziellen Langzeitfolgen.“ (Quelle: UNwomen)

Die Auswirkungen für Frauen und Mädchen sind derzeit nicht zahlenmäßig erfasst, sodass es weiterhin nur Schätzungen und Vermutungen gibt. Aber auch das ist ein Zeichen, das nachdenklich stimmen muss und den Gleichstellungsbeauftragten Sorgen bereitet. Trotz all ihrer Leistungen im Beruflichen wie im Privaten, geraten Frauen bei den Maßnahmen zur Abmilderung der Krisenfolgen ins Hintertreffen.

„Um in Mettmann den Frauen Raum zu geben, die sich engagieren und Gehör finden möchten, bietet die Stadt eine neue digitale Plattform an“, so Mettmanns Gleichstellungsbeauftragte Karen Brinker. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Sandra Pietschmann lädt sie bald Bürgerinnen zu einem ersten digitalen Frauenworkshop ein.

„Im Wülfrather FrauenNetzwerk sind alle Frauen in Wülfrath herzlich eingeladen, mitzumachen und sich zu engagieren“, sagt Gleichstellungsbeauftragte Franca Calvano. Das FrauenNetzwerk setzt sich für die Gleichberechtigung der Frauen auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens ein. „Im Netzwerk bauen wir zu anderen Frauen in Wülfrath Kontakte auf, unterstützen uns gegenseitig und machen Frauen und ihre Leistungen sichtbar. Infos gibt es auf der Homepage www.fn-wuelfrath.de

Die Vereinigung United Nation Woman und der Deutsche Frauenrat haben erste Zahlen und Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie zusammengestellt und veröffentlicht. Auf den Homepages der Stadt Mettmann und der Stadt Wülfrath gibt es entsprechende Links, um sich weitergehend zu informieren. „Sobald es wieder möglich ist, wollen wir  die beliebte Frauenfilmreihe im Mettmanner Weltspiegel Kino fortsetzen. Die Filme sind geplant und wir freuen uns sehr, wenn es wieder losgeht“, so die Gleichstellungsbeauftragten.

Zum Internationalen Frauentag haben die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wülfrath und der Stadt Mettmann eine gemeinsame Aktion geplant und schenken den Beschäftigten der Stadtverwaltungen Dankeskarten.

Am Internationalen Frauentag wollen sie DANKE sagen:

Danke, an alle, die den Laden in jeder Hinsicht am Laufen halten!

Danke, für die unermüdliche Betreuung der Kinder und Enkel!

Danke, für die Pflege von Menschen, die Hilfe benötigen

Danke, für Ihren Beitrag in dieser schwierigen Zeit.

Wir wünschen allen einen mutigen, fröhlichen und
zuversichtlichen „Internationalen Frauentag“ 2021!

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