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Recyclinghof und Grünabfallsammelstellen bleiben geschlossen

Recyclinghof Mettmann
Archivfoto: Kreisstadt Mettmann
Pressemeldung vom 31. März 2020
 

Täglich erreichen Abfallberater Wolfgang Orts Anfragen zur Schließung des Recyclinghofes sowie zu der ausgesetzten Grünabfallsammlung an den vier Annahmestellen im Stadtgebiet aufgrund der Corona-Pandemie.

„Vor dem Hintergrund weiter steigender Infektionszahlen ist es notwendig, umfangreiche kontaktreduzierende Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass sich der Virus weiter ausbreiten kann“, sagt Abfallberater Orts. Deshalb habe der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Kreisstadt Mettmann beschlossen, dass der Recyclinghof geschlossen wird und die Grünabfallsammelstellen noch nicht eingerichtet werden.

In den meisten Städten in Nordrhein-Westfalen seien inzwischen die Wertstoffhöfe und die mobilen Grünschnittannahmestellen geschlossen worden. „Der Grund hierfür war der enorme Andrang von Bürgern, die aus Hausentrümpelungen und Gartenarbeit entstandene Abfälle entsorgen wollten. Dies führte zu unhaltbaren Zuständen auf den Anlagen und zu enormen Rückstaus davor“, so Orts. Die von der Bundesregierung angeordnete Kontaktsperre bzw. das Versammlungsverbot ließen sich so nicht einhalten. Auch die Stadt Mettmann habe sich deshalb dazu entschieden, diese Dienstleistungen vorläufig einstellen.

Schon in „normalen“ Zeiten erfolgten auf dem Recyclinghof zur Grünschnittsaison bis zu 1.000 Anlieferungen pro Tag, berichtet Orts. Häufig seien Rückstaus zu verzeichnen. Aufgrund der starken Frequentierung und des hohen Publikumsverkehrs an und vor den entsprechenden Sammelcontainern und Abladebereichen auf dem Wertstoffsammelplatz müsse aber auch dort das Kontaktverbot eingehalten werden.

Auch wenn häufig die Meinung geäußert werde, dass eine Entsorgung – insbesondere von Grünabfällen – mit einer geordneten Zugangsbeschränkung problemlos zu organisieren sei, zeige die tägliche Erfahrung etwas anderes. Orts: „Wartezeiten von bis zu zwei Stunden und chaotische Zustände vor dem Wertstoffhof.“ Dies gelte gleichermaßen für die rege genutzte Grünabfallsammlung an den Außenstellen. Auch dort kämen viele Menschen zusammen, was derzeit nicht erlaubt sei. Aufgrund des Andrangs und der begrenzten Standplatzfläche sei eine Vermeidung eines sehr engen Personenkontakts kaum zu gewährleisten. Das eingesetzte Personal müsse oftmals beim Beladen des Müllfahrzeugs helfen. Zugangsbeschränkungen seien nicht möglich.

Für die Kontrolle und Sicherstellung eines geregelten Ablaufs vor und auf dem Recyclinghof sowie an den Grünabfallsammelstellen sei zudem ein erheblich höherer Personaleinsatz erforderlich. Sämtliche Personalkapazitäten seien jedoch schon zusammengezogen worden, um zumindest die grundstücksbezogene Abfallsammlung und die Sperrmüllabfuhr weiterhin durchführen zu können.

Bis zur Wiedereröffnung des Recyclinghofes sollten die Gartenabfälle auf dem Grundstück zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt an den Sammelstellen abgeliefert werden, oder – soweit möglich – in der Biotonne entsorgt werden, empfiehlt Abfallberater Orts.

 

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