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Antrittsrede von Bürgermeisterin Sandra Pietschmann

Sandra Pietschmann
Bürgermeisterin Sandra Pietschmann.
Pressemeldung vom 3. November 2020
 

Sehr geehrte Mitglieder des Rates,
sehr geehrte Bürger*innen unserer Stadt,

„die Zukunft wird so aussehen, wie wir sie gestalten“ – diesem Zitat des französischen Ökonomen Jean Fourastié kann ich nur zustimmen –  ein Leitgedanke für uns in den kommenden 5 Jahren.

Denn wir alle sind aufgerufen, in äußerst herausfordernder Zeit tatkräftig und gleichzeitig besonnen, verantwortungsbewusst, aber auch zuversichtlich, die Weichen für die nächsten Jahre und die weitere Zukunft zu stellen und uns zu beteiligen.

In herausfordernder Zeit deshalb, weil wir laut den Experten noch lange mit den enormen Einschränkungen der Corona-Pandemie leben müssen, die auch hier vor Ort bei uns, bei den Mettmannerinnen und Mettmannern, sowie unseren Unternehmen zum Teil tiefe Spuren hinterlassen. Umso mehr müssen wir alles tun, damit wir deren Folgen so gut es geht mindern und auffangen. Ein Lichtblick war das bunte Leben in unserer Innenstadt bis letzte Woche und auch den aktuellen Lock-Down werden wir gemeinsam und mit vielen kreativen Ideen meistern. Mit „Buy local“ – unterstützen wir z.B. unseren Handel und die beliebte Gastroszene.

Nicht zu vergessen sind außerdem die dynamischen Veränderungen, die unsere Wirtschaft und Arbeitswelt, unsere Gesellschaft insgesamt betreffen und prägen. Auch vor Ort, hier bei uns.

Mit Digitalisierung in Schule und Verwaltung, New Work im Homeoffice, mit neuen Familienmodellen und dadurch veränderten Bedürfnissen, mit der Mobilitätswende und dem Einsatz von erneuerbaren Energien, Industrie 4.0 und einem sich veränderden Branchenmix in unseren Gewerbegebieten …..

Uns eint das Ziel diese herausfordernden Veränderungen positiv für unsere Stadt zu nutzen. Und auch der Klima&Umweltschutz verlangt eine Bündelung aller unserer Anstrengungen.

Gelingen kann es uns durch ein Miteinander statt Gegeneinander –Ein Miteinander von Bürgern, Rat und Verwaltung, denn: schließlich geht es um Mettmann. Und: Unsere Stadt geht uns alle an!


Sehr geehrte Mitglieder des Rates,

nun wende ich mich direkt an Sie.

der Wahlkampf mit all seinen zwangsläufigen Zuspitzungen und polarisierenden Elementen liegt hinter uns. Zeit, gemeinsam nach vorne zu blicken.

Es geht um der Stadt Bestes, zum Wohle der Mettmannerinnen und Mettmanner. Deshalb brauchen wir einen lebendigen Wettbewerb der besten Ideen. Dass dabei nicht immer alle einer Meinung sind, ist nur von Vorteil.

Der kultivierte und zugleich respektvolle Streit, der Austausch der Argumente, gehören dazu. Denn es ist das Wesen der Demokratie, dass man für das richtig Erkannte Mehrheiten finden muss. Ein Beharren auf parteipolitischen Ideologien hingegen, wird uns nicht weiterbringen. Ein Faktencheck sollte für uns auf dem Weg zur Entscheidungsfindung immer dazugehören.

Das Gemeinwohl steht für mich auf diesem Weg an erster Stelle. Wir sind den Bürgerinnen und Bürgern und unserer Stadt verpflichtet. Das ist unsere Verantwortung. Verantwortung heißt Antwort zu geben für unser Tun und unser Unterlassen. Dies möchte ich im engen Dialog und offenen Austausch mit Ihnen tun, sowie – und dies ist mir besonders wichtig –  mit einer fairen Fehlerkultur.

Lassen Sie uns gemeinsam mehr möglich machen für Mettmann. Offen, neugierig auf andere Sichtweisen und Argumente, sachlich und wertschätzend, tolerant und entschieden.

Unsere Gesellschaft verändert sich in allen Bereichen und zeitgleich in enormer Geschwindigkeit. Das ist eine ständige Herausforderung, die wir zu unserer Chance machen müssen.

In diesem Sinne werde ich das Amt der Bürgermeisterin wahrnehmen und bitte Sie alle herzlich, dass wir alle unser Mandat in diesem Sinne ausüben und für unser liebens- und lebenswertes Mettmann zusammenarbeiten.

Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft unserer Stadt gestalten!

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