Bürgermeisterin Sandra Pietschmann zum Tode von Dr. Peter Feyen:
„Plötzlich und unerwartet habe ich die Nachricht vom Tode Dr. Peter Feyens erhalten. Ich bin geschockt.
Mit Dr. Peter Feyen verliert Mettmann einen Ideen- und Impulsgeber, einen Menschen, der sich über viele Jahre für seine Heimatstadt und ihre Menschen in ganz besonderer Weise ehrenamtlich eingesetzt hat.
Sein großes Engagement war für Dr. Feyen immer eine Herzensangelegenheit. Ohne ihn ist das Mettmanner Bürgerforum und die Genossenschaft VierViertel für Mettmann, die er beide mitbegründet hat, kaum denkbar.
Als kluger Kopf und Visionär hat er im regen Austausch mit Bürgerschaft, Politik und Verwaltung neue Wege für die Zukunft Mettmanns auf- und vorgezeichnet. Nicht alle Anstrengungen waren von Erfolg gekrönt. Für die Reaktivierung der Overhoffschen Höfe hat er unendlich viel Zeit und Kraft aufgebracht – ohne das Vorhaben aber letztlich verwirklichen zu können.
Die beeindruckende Darstellung der Mettmanner Geschichte im Kontext des Weltgeschehens zum 1111. Geburtstag der Kreisstadt, die historischen Visitenkarten denkmalgeschützter Gebäude in der Innenstadt oder der Fahrrad-Tag in Mettmann waren nur einige Projekte, die wir Dr. Peter Feyen zu verdanken haben.
Er war aber nicht nur ein Vor-Denker, sondern auch ein Pragmatiker. Er hat zugepackt, wo es sein musste wie etwa bei der Restaurierung des heutigen Kunsthauses in der Mühlenstraße. Galt es Probleme zu lösen, hat Dr. Peter Feyen nicht nach Lösungen gerufen, sondern selbst nach Lösungen gesucht. Seine Art, die Dinge anzupacken, sollte uns Vorbild sein.
Mit dem Buch über seinen Stadtteil Süd, in dem er aufwuchs und bis zu seinem Tode lebte, hat er sich im vergangen Jahr selbst ein Denkmal gesetzt. Wir werden Dr. Peter Feyen, seine ruhige und besonnene Art, seine künstlerische und durchaus auch kritische Auseinandersetzung mit seiner Heimatstadt vermissen. Mettmann hat eine großartige Persönlichkeit verloren. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie.“

