Die Stadtspitze passt ihre Organisationsstruktur an, um verwaltungsinterne Abläufe und -prozesse weiter zu verbessern, Zuständigkeiten klarer zu regeln und vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen. Die geplanten Änderungen wurden mit Beteiligung der Personalvertretungen erarbeitet.
Ein zentraler Punkt ist die Einrichtung einer neuen Dezernatsleitung für das Dezernat 1, das derzeit noch von Bürgermeister André Bär geführt wird. Aufgrund der Vielzahl seiner Aufgaben bleibt für eine kontinuierliche Leitung des Dezernats zunehmend weniger Zeit. Künftig soll daher eine eigene Dezernatsleitung diese wichtige Funktion übernehmen und die Arbeit der Ämter und Abteilungen gezielt stärken. Eine zusätzliche Stelle im Stellenplan ist dafür nicht erforderlich, da die Besetzung im Rahmen des bestehenden Stellenbewirtschaftungsplans erfolgt.
Bereits umgesetzt wurde die Umbenennung des Dezernats 1. Statt „Zentrale Dienste, Personal, Organisation, Bürgerservice und IT“ trägt es nun den Namen „Verwaltungsmodernisierung und Bürgerservice“. Damit wird die zentrale Rolle des Dezernats bei der Weiterentwicklung verwaltungsinterner Prozesse betont. Die Modernisierung der Verwaltung ist als dezernatsübergreifende Aufgabe angelegt.
Zum 1. Januar 2026 sind zudem erste organisatorische Änderungen in Kraft getreten, die in der Entscheidungshoheit des Bürgermeisters liegen. Die bisherige Stabsstelle „Justiziariat“ wurde dem Dezernat 1 zugeordnet und heißt nun „Rechtsangelegenheiten“. Außerdem wurden die „Ratsangelegenheiten“ direkt dem Büro des Bürgermeisters zugeordnet, um die enge Zusammenarbeit weiter zu kultivieren.
Darüber hinaus sind Anpassungen in den Geschäftsbereichen der Beigeordneten vorgesehen, denen der Stadtrat noch zustimmen soll. Die Gremien der Personalvertretung haben sich dazu bereits positiv geäußert.
Geplant ist unter anderem, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule (vhs), die zur Stabsstelle „Wirtschaftsförderung, Kultur und Gesellschaft“ gehören, im Dezernat 4 (Bildung, Jugend und Soziales) anzusiedeln. Als Bildungseinrichtungen sind sie dort fachlich gut verortet und können von der Expertise im Amt für Bildung und Sport profitieren.
Die Stabstelle soll dann neu ausgerichtet und künftig als „Wirtschaftsförderung, Kultur & Stadtmarketing“ geführt werden. Zudem ist geplant, das Flächenmanagement, das bisher zum Dezernat 2 gehörte, der Wirtschaftsförderung zuzuordnen. Ziel ist es, bestehende Arbeitsabläufe besser abzubilden, Berichtslinien zu verschlanken und Vertretungsregelungen zu verbessern.
Auch im Bereich Klimaschutz sind organisatorische Anpassungen geplant. Die derzeit unbesetzte Stelle „Klimaschutz“, bislang dem Büro des Bürgermeisters zugeordnet, soll künftig im Dezernat 3 (Planung, Bau und Betrieb) angesiedelt werden, um fachliche Synergien besser zu nutzen.

