Unerforscht in unseren Schränken oder Truhen, auf Dachböden, in unseren Kellern, nicht zuletzt in den Bibliotheken und Archiven lagert die Geschichte: Große und kleine, Staatsgeschichte, Kriegsgeschichte, Technikgeschichte, Sozialgeschichte, auch Kirchengeschichte und die unserer Familien, unsere persönliche Geschichte.
13 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 nutzen dieses Schuljahr das Angebot eines Geschichtsprojektkurses am Konrad-Heresbach-Gymnasium (KHG) und setzen sich mit selbstgewählten Themen aus ihrem persönlichen Umfeld auseinander. Auf diese Weise entstehen im Laufe dieses Schuljahres Projektarbeiten zur Geschichte der eigenen Familie oder zur Lokal- und Regionalgeschichte. Im Kurs vertiefen die Oberstufenschüler ihre Kenntnisse über Arbeitsmittel und Arbeitshilfen des Historikers. So lernen sie beispielsweise alte Handschriften wie Kurrent und Sütterlin zu lesen.
Dank der Bildungspartnerschaft zwischen dem Stadtarchiv Mettmann und dem Konrad-Heresbach-Gymnasium kann das erworbene Wissen unmittelbar am Archivmaterial erprobt werden. Zudem profitieren die Teilnehmenden des Projektkurses von speziellen Workshops, die Stadtarchivar Marinko Betker und Jacqueline Muhlack, wissenschaftliche Volontärin im Mettmanner Archiv, für die Lernenden anbieten.
Zu Schuljahresbeginn lernten die Geschichtsinteressierten das Stadtarchiv kennen und erfuhren viel über seine Funktion und Bedeutung, seine Bestände und die Arbeitsweise. Ein zweiter Archivworkshop bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihr Wissen zum Thema Ahnenforschung und Familiengeschichte zu erweitern.
Jetzt war der Projektkurs Geschichte eingeladen, sich über die Bedrohungen von Archivbeständen zu informieren, an denen der Zahn der Zeit genauso nagt wie Ungeziefer. Ein Bestandteil dieses Workshops war zudem das praktische Arbeiten an Archivakten, die umgebettet wurden, um sie langfristig zu erhalten.
Neben weiteren Workshops und Exkursionen werden die Oberstufenschülerinnen und -schüler nun intensiv an den Projekten arbeiten.


