Mahnwache vor dem Kreishaus
Viele Menschen nahmen an der Mahnwache "Keine Gewalt gegen Frauen" im November des vergangenen Jahres in Mettmann teil. (Archivfoto: Kreisstadt Mettmann)

Mahnwache: „Keine Gewalt gegen Frauen!“

Pressemeldung vom 3. Dezember 2024
 

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen haben sich am Orange Day rund 250 Menschen zu einer Mahnwache gegen Femizide vor dem Kreishaus in Mettmann versammelt. Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Mettmann hatten zu dieser Mahnwache aufgerufen, die vom Frauennetzwerk Mettmann mit unterstützt wurde. Der 25. November steht für Gewaltfreiheit und Selbstbestimmtheit von Frauen und Mädchen. Es ist der Tag, an dem   der Frauen und Mädchen gedacht wird, die psychische, körperliche oder sexualisierte Gewalt erleben und denen ihre Würde in einem selbstbestimmten Leben tagtäglich genommen wird.

Diese, für viele Besucher und Besucherinnen sehr emotionale Mahnwache, hat an die 155 Frauen erinnert, die im vergangenen Jahr von ihrem Partner oder Ex-Partner die schlimmste Form von Gewalt erlebt haben, von ihnen getötet wurden.

Die Mahnwache wurde von der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Mettmann, Jana Lihl, und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Mettmann, Karen Brinker, mit einer bewegenden Ansprache eröffnet. „Wir erinnern daran, dass jeder Mensch, jede Frau, ein Recht auf Würde hat. Das niemand das Recht hat, jemandem diese Würde zu nehmen. Erinnern wollen wir aber auch an die Menschen, die Mut zeigen und nein zu Gewalt an Frauen sagen“, so Karen Brinker.

Landrat Thomas Hendele, Schirmherr des runden Tischs gegen häusliche Gewalt, und Mettmanns Bürgermeisterin Sandra Pietschmann machten in ihren engagierten Reden deutlich, dass Gewalt gegen Frauen keine Privatsache ist, sondern dass alle dazu aufgerufen sind, dem etwas entgegenzusetzen. Opfern häuslicher Gewalt stehen im Kreis Mettmann verschiedene professionelle Unterstützungsangebote der Caritas und des SKFM zur Verfügung, die jedoch aufgrund begrenzter Ressourcen nicht den Umfang des tatsächlichen Bedarfs abdecken können.

Mahnwache gegen Gewalt gegen Frauen

Bürgermeisterin Sandra Pietschmann, Landrat Thomas Hendele, Jana Lihl, Gleichstellungsbeauftrage im Kreis Mettmann, und Karen Brinker, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mettmann (v. l.), vor dem Kreishaus. (Foto: Kreisstadt Mettmann)

Bürgermeisterin Pietschmann sieht die Ursache bei denen, die mit ihrer männlichen Dominanz Frauen unterdrücken wollen und sie als ihren Besitz betrachten, so, wie es in Social Media zuletzt auf erschreckende Art und Weise zu lesen war: „Your body my choice“.

Bürgermeisterin Pietschmann wandte sich deshalb mit einem eindringlichen Appell an die Teilnehmenden der Mahnwache: „Wir zeigen Solidarität mit Frauen, die von Gewalt betroffen sind und sagen ganz deutlich: In Mettmann ist kein Platz für Gewalt.“

An diesem Abend wurde auch gefordert, dass zum Schutz von Frauen dringend die Verabschiedung des Gewaltschutzgesetzes umgesetzt werden muss, um diesen notwendigen Schutz auch tatsächlich sicherzustellen.

 

Die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Mettmann (Foto: Kreisstadt Mettmann)