Bestecke, Förderbänder, Werkzeugteile, technische Federn, Bauteile für die Automobilindustrie, Licht-Inszenierungen für TV-Shows – die Branchenvielfalt der Unternehmen, die ihren Sitz in Mettmann haben, ist groß und reicht vom klassischen Industrieunternehmen bis hin zum innovativen Dienstleistungsbetrieb.
Viele Bürgerinnen und Bürger wissen oft gar nicht, welche Unternehmen und Firmen es in Mettmann gibt, was sie produzieren, herstellen, vertreiben oder mit welchen Waren sie handeln. Wir schauen in die Unternehmen hinein und stellen Produkte und Menschen, die dafür verantwortlich sind, vor.
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Bereits seit 170 Jahren steht das Unternehmen Burberg-Eicker für technische Präzision und hochwertige Produkte. Heute firmiert der 1855 gegründete Traditionsbetrieb unter dem Namen CGR B-E GmbH, nachdem er 2013 von der französischen CGR Gruppe übernommen wurde. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren speziell am Standort Mettmann zu einem Hersteller von komplexen mechatronischen Bauteilen entwickelt, die in nahezu allen Fahrzeugen weltweit zu finden sind. Insbesondere in den zurückliegenden fünf Jahren hat das Unternehmen in Mettmann Millionenbeträge in neue Technologien investiert und unterstützt die Automobilindustrie etwa bei der Transformation vom Verbrenner zum Elektrofahrzeug.
An der Emil-Beerli-Straße werden hochpräzise mechatronische Baugruppen hergestellt, vollautomatisierte Produktionsanlagen eingesetzt und „End-Of-Line“-Prüfungen durchgeführt. Diese garantieren einen hohen Qualitätsstandard. Sämtliche eingesetzte Technologien wie Hochgeschwindigkeitsstanzen, Kunststoffspritzguss und Montagen entsprechen dem neuesten Stand der Technik. Basierend auf den Bauteilanforderungen werden die Produktionsschritte in einer Produktionshalle hergestellt, die besondere Sauberkeitsanforderungen erfüllt.
Bekenntnis zum Standort Mettmann
Das Resultat der erfolgreich getätigten Investitionen in Technologien und Produktionsinfrastruktur: die CGR B-E GmbH verzeichnet trotz aktuell massiver globaler Herausforderungen in der Automobilbranche eine stabile Auftragslage und prognostiziert für die nächsten Jahre bereits jetzt ein absehbares Wachstum. Ein signifikantes Indiz dafür – und als Bekenntnis zum Standort Mettmann – setzte CGR B-E jetzt den symbolischen „ersten Spatenstich“ für eine neue Logistikhalle. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Sandra Pietschmann und allen am Bau beteiligten Firmen.
Die Halle entsteht am Firmensitz in Mettmanns Osten und wird eine Fläche von 620 Quadratmetern umfassen. Ab Anfang 2026 sollen die Produkte aus der neuen Halle weltweit ausgeliefert werden. Die neue Logistikhalle soll nicht nur funktional, sondern auch ein Vorbild für nachhaltiges Bauen in Mettmann sein. Laut Architekt Michael Veermann werden die Dächer begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet – ein klares Statement zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie einer nachhaltigen Firmenphilosophie.
Die Geschäftsführung zeigte sich beim Spatenstich erfreut über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt: „Wir danken der Stadtverwaltung ausdrücklich für ihre Unterstützung und das offene Ohr bei der Planung unserer neuen Logistikhalle“, erklärte Stefan Schmidt, Geschäftsleitung und Technischer Direktor der CGR B-E GmbH, „Dank der neuen Halle können wir schneller und flexibler auf die Anforderungen unserer Kunden eingehen.“
Gleichzeitig verwies Schmidt auf die aktuell großen Herausforderungen durch die Bürokratie in Deutschland – ein Thema, das nicht nur sein Unternehmen betrifft. Zumindest in Mettmann aber konnte bei diesem Bauvorhaben durch zielorientierte und effiziente Zusammenarbeit zwischen Stadt und Unternehmen die hohe Hürde Bürokratie sehr gut gemeistert werden.

v.l.n.r.: Michael Veermann, Birgit Kozák (beide Architekturbüro), Bürgermeisterin Sandra Pietschmann, Bauleiter Reinhard Holthenrich, Katja Ravasi, Stefan Schmidt (beide Geschäftsleitung CGR). (Foto: Kreisstadt Mettmann)

