Am Montagabend fand im Evangelischen Krankenhaus Mettmann (EVK) ein Bürgergespräch zur Zukunftsplanung der Klinik statt, bei dem insbesondere die Pläne für den Neu- und Erweiterungsbau vorgestellt wurden. Bei der anschließenden Fragerunde wurden einige Bedenken der Anwohner hinsichtlich der Parksituation während der Bauzeit deutlich.
Bürgermeister André Bär betonte in seinem einleitenden Grußwort die hohe Bedeutung des Krankenhauses. „Ein Haus wie dieses ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft, ein verlässlicher Anker für die gesundheitliche Versorgung der Menschen in unserer Stadt und weit darüber hinaus“, betonte der Bürgermeister. „Außerdem ist das EVK mit mehr als 900 Mitarbeitenden einer der größten Arbeitgeber in der Region und bietet auch in Zeiten des Strukturwandels im Gesundheitssektor sichere Arbeitsplätze.“
Im weiteren Verlauf stellte EVK-Geschäftsführerin Jessica Llerandi Pulido zusammen mit den Architekten der im Krankenhausbau sehr erfahrenen Planungsgesellschaft Stiller Architekten den zeitlichen Ablauf und die Pläne für die Baumaßnahmen vor, die im nächsten Monat beginnen werden. Im neuen Gebäude, das bis zum Jahr 2028 auf der Fläche des jetzigen Parkhauses entstehen wird, werden unter anderem neue Bettenstationen für die Bereiche Neurologie und Geriatrie und eine neue Großküche entstehen. Dort wird außerdem die komplett erneuerte Krankenhaustechnik untergebracht.
„Uns war hierbei besonders wichtig, während des Umbaus die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit unserem eigenen Personal sicherzustellen. Daher wird unsere Großküche für die Bauphase zu Fondium ausgelagert und beliefert von dort das Krankenhaus mit täglich frisch zubereiteten Mahlzeiten“, erklärte die Geschäftsführerin. „Damit sichern wir auch die Arbeitsplätze unserer teils langjährigen Beschäftigten.“
Als eines von nur acht Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen erhält das EVK Mettmann für den Ausbau eine Förderung des Landes in Höhe von rund 33 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfond. Nach Abschluss des Neubaus ist außerdem die Sanierung der Intensivstation sowie der Neubau eines modernen Parkdecks vorgesehen, die allerdings nicht durch die Landesförderung abgedeckt sind.
Im Anschluss hatten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre Fragen zum geplanten Ausbau zu stellen. Das Hauptinteresse galt möglichen Einschränkungen für den Straßenverkehr und der Parksituation rund ums Krankenhaus. Hierzu sollen unter anderem vom Krankenhaus Flächen angemietet werden, die vorübergehend als Parkplätze für die Belegschaft dienen sollen.
„Es ist aber unausweichlich, dass die Parksituation angespannt sein wird“, erklärten die Architekten. Dauerhafte Verkehrsbehinderungen oder gar Sperrungen während der Baumaßnahmen werden jedoch ausgeschlossen. „Kurzzeitige Behinderungen durch einen rangierenden LKW können wir natürlich nicht komplett verhindern, es wird aber definitiv keine Sperrungen geben.“
Das EVK Mettmann wird auf seiner Homepage sowie auf seinen Social-Media-Kanälen laufend über den Stand der Arbeiten informieren.

