Trauer um Horst Masanek. Mettmanns ehemaliger Stadtdirektor ist am vergangenen Mittwoch, 22. April, gestorben. Masanek wurde 86 Jahre alt.
Masanek, der im Rathaus aufgrund seiner stattlichen, körperlichen Größe respektvoll „der Lange“ genannt wurde, war von 1980 bis 1999 Chef der Verwaltung. Zuvor war er von 1971 bis 1980 Parteichef der CDU in Mettmann. Mit der Änderung der Gemeindeordnung NRW wurde die Doppelspitze (ehrenamtlicher Bürgermeister und hauptamtlicher Leiter der Verwaltung) abgeschafft. Masanek wechselte zum Mettmanner Bauverein, wo er bis 2008 Vorstandsprecher der Genossenschaft war.
Auch im Ruhestand hat Masanek gemeinsam mit alten Weggefährten und Parteifreunden im „Freundeskreis Stadtentwicklung“ Stellung zu Themen der Stadtplanung bezogen und sich weiterhin für seine Stadt eingebracht.
Masanek hat in Mettmann viel bewegt: Die städtebauliche Entwicklung in Mettmann-West, der Kauf des Neanderhofs als neuen Standort für das Neanderthal Museum und der Erhalt der Bahnstrecke nach Düsseldorf, auf der heute die Regiobahn zwischen Wuppertal und Kaarst verkehrt, waren für die Stadt nur einige weitreichende und wichtige Entwicklungen, an denen Masanek als Stadtdirektor maßgeblich mitgewirkt hat. Beim Bauverein lag sein Hauptaugenmerk auf der Innenstadt. Neben Neubauten hat er auch dafür gesorgt, dass alte historische Bausubstanz erhalten und aufwändig restauriert wurden, wie beispielsweise die alte Burberg-Fabrik im Hinterhof der Breite Straße.
Bürgermeister habe er nicht werden wollen, als er als Stadtdirektor „ausgemustert“ wurde. In einem Zeitungsinterview sagte Masanek dazu einmal: „Bis 1999 war ich mit Leib und Seele Verwaltungsmann. Dazu wären dann noch Repräsentationsaufgaben gekommen. Das wir nicht mein Ding.“ Dabei war Masanek ein Mann, der durchaus mit seiner stattlichen Erscheinung repräsentieren konnte. Und er war ein geistreicher und vor allem sehr humorvoller Mensch, dessen Wort und Meinung stets Gewicht und Bedeutung in der Stadt hatten.
Die Trauerfeier wird laut Familienanzeige am 5. Mai um 11 Uhr in der Friedhofskapelle Goethestraße durchgeführt. Die Familie bittet, von Beileidsbekunden am Grab abzusehen.

