Taschenrechner und Geld
Symbolfoto: Bru-nO / Pixabay

Stadt startet Bürgerbeteiligung zum Haushaltssicherungskonzept

Pressemeldung vom 27. April 2026
 

Ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Transparenz und Mitbestimmung: Im Zuge des Haushaltssicherungskonzepts sind alle Mettmanner und Mettmannerinnen eingeladen, sich im Rahmen der Bürgerbeteiligung aktiv einzubringen. Angesichts der angespannten Haushaltslage ist die Stadt verpflichtet, ein tragfähiges Konzept zur Konsolidierung ihrer Finanzen zu erarbeiten. Ziel ist es, langfristig einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen und gleichzeitig die Lebensqualität in Mettmann zu sichern.

„Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, betreffen uns alle. Umso wichtiger ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, erklärt Bürgermeister André Bär. „Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger einbinden und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Perspektiven und Vorschläge einzubringen”, so Bär weiter.

„Die besorgniserregende, hochdefizitäre Finanzsituation der Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zusehends zugespitzt.” Mit diesen Worten begann Bürgermeister André Bär seine Rede zur Einbringung des diesjährigen Haushaltsentwurfs. Und weiter: „Wir bringen diesen Haushalt in Zeiten ein, die von einer hohen Dynamik und großen Herausforderungen geprägt sind. Die finanziellen Handlungsräume sind eng, die Anforderungen an unsere Infrastruktur, insbesondere Schulen, Brandschutz, Straßen und Kanäle sind enorm.”

Gestiegene Kosten, gesetzliche Vorgaben und eine weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage wirken sich auch auf die Stadtfinanzen aus. Der Entwurf des Haushaltsplans 2026 schließt mit einem Minus von 19,5 Millionen Euro. Besonders deutlich zeigt sich der finanzielle Druck bei den pflichtigen Aufgaben, wie Bürgermeister Bär in seiner Präsentation zur Haushaltseinbringung verdeutlichte. Hierzu zählen der Unterhaltsvorschuss, das Wohnungswesen, die Grundversorgung nach SGB XII sowie das Asylbewerberleistungsgesetz, die Schulträgeraufgaben, die Erzieherische und wirtschaftliche Hilfen und die Kindertagesbetreuung. Das strukturelle Defizit summiert sich in diesen Bereichen auf insgesamt rund 49 Millionen Euro.

Die Kommunalaufsicht hat der Stadt im Sommer vergangenen Jahres auferlegt, ein präventives Konsolidierungskonzeptes gemäß § 76 Gemeindeordnung NRW eigenständig zu forcieren. Dieser Auflage sind Kämmerin Veronika Traumann und Bürgermeister André Bär durch die Einbringung eines freiwilligen Haushaltssicherungskonzeptes (HSK) nachgekommen. Es handelt sich um einen verbindlichen 10-Jahres-Plan, der dazu dient, durch Sparmaßnahmen und Einnahmeerhöhungen einen ausgeglichenen Haushalt wiederherzustellen und die dauerhafte finanzielle Leistungsfähigkeit zu sichern.

Bürgerbeteiligung – Online und per Post

Vom 27. April bis 17. Mai erhalten alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich mit eigenen Vorschlägen am Haushaltssicherungskonzept der Stadt zu beteiligen. Sowohl Ertragssteigerungen als auch Ausgabensenkungen können zur Verbesserung der finanziellen Situation beitragen.

Vorschläge können über ein Online-Formular oder per Post (Kreisstadt Mettmann, Neanderstraße 85, 40822 Mettmann) eingereicht werden. Auch über den QR-Code geht es direkt zum Online-Formular:

Alle Vorschläge werden von der Verwaltung ausgewertet und dem Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 16. Juni, zur politischen Beratung vorgelegt.

Infoveranstaltung am 29. April

Bürgermeister Bär und Kämmerin Veronika Traumann stellen interessierten Bürgerinnen und Bürgern den städtischen Haushalt 2026 am Mittwoch, 29. April, vor. Die Infoveranstaltung beginnt um 17 Uhr im großen Sitzungssaal im Rathaus, (1. Etage). Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Die Verwaltungsspitze steht an dem Abend auch für Fragen zur Verfügung.

„Das gemeinsame Ziel von Verwaltung, Politik und Bürgerschaft muss sein, trotz schwierigster finanzieller Ausgangsbedingungen die Handlungsfähigkeit unserer Stadt zu erhalten“, so Bürgermeister Bär abschließend.