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Vorbereitung für die Ausstellung "Demenz - lebendige Erinnerung")
In der Ausstellung 2024 wurden unter anderem ein Tonbandgerät und ein Radio ausgestellt. Von links: Bibliotheksleiterin Ursula Leifeld, Gisela Bendt von den "Aulen Mettmannern", Oliver Pahl von der städtischen Wohn- und Pflegeberatung, Klaus Hennel und Stefan Wigge von der Alzheimer-Gesellschaft vor einem Tisch mit Gegenständen aus den 1950er-Jahren (Foto: Kreisstadt Mettmann)

Wenn die Erinnerung schwindet, bleibt die Musik

Pressemeldung vom 13. August 2026
 

Was haben die Beatles, ein Hochzeitswalzer und das Radio im elterlichen Wohnzimmer gemeinsam? Sie prägen unser musikalisches Gedächtnis – und können Jahrzehnte später Menschen mit Demenz dort erreichen, wo Worte versagen. Die vierte Ausstellung „Demenz – Lebendige Erinnerung“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Musik liegt in der Luft“ und will diese lebenslange Prägung durch Musik erlebbar machen.

Die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft bezeichnet Musik als „Königsweg zu Menschen mit Demenz“. Das musikalische Langzeitgedächtnis bleibt selbst bei fortgeschrittener Erkrankung oft erhalten. Besonders intensiv gespeichert ist die Musik aus der Zeit zwischen dem zehnten und 30. Lebensjahr – die Phase der ersten Liebe, der großen Feste und der eigenen Identitätssuche. Die Forschung spricht hier vom sogenannten Erinnerungshöcker (Reminiscence Bump).

Man muss kein Musiktherapeut sein, um Musik gezielt einzusetzen. Entscheidend ist die Biografie des Einzelnen – der Schlager der Hochzeit, das Lied der ersten Liebe, die Melodie aus der Arbeitszeit. Vertraute Musik kann Ängste lindern, Unruhe reduzieren und plötzlich wieder Lächeln und Mitsingen hervorrufen – auch bei Menschen, die sonst kaum noch reagieren.

Die Ausstellung „Musik liegt in der Luft“, die vom 18. bis zum 29. September in der Stadtbibliothek gezeigt wird, lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, musikalische Prägungen zu entdecken und zu verstehen, wie Melodien ein Leben lang wirken. Zwischen Schallplatten, Phonoschrank, Instrumenten und vielen anderen Erinnerungsstücken erfährt man etwas über die Musik der 1960er- bis 1980er-Jahre und kann in bekannte Lieder aus dieser Zeit hineinhören.

Die Stadtbibliothek, Am Königshof 13, öffnet zu folgenden Zeiten: montags und dienstags von 15 bis 18 Uhr,  donnerstags von 10 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr, freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Am 18. September wird der Besuch der Ausstellung vom Drehorgelspiel der Bürger- und Heimatvereinigung „Aule Mettmanner“ begleitet. 

Mit wertvoller Sachkenntnis und der Bereitstellung von Materialien unterstützen die Alzheimer-Gesellschaft Kreis Mettmann, die „Aulen Mettmanner“, die Volkhochschule (vhs), das Sozialkaufhaus der Diakonie, die Stadtbibliothek, die Musikschule, das Stadtarchiv und die Wohn- / Pflegeberatung der Stadt die Ausstellung.