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Stadt investiert Millionen in die Kinderbetreuung

Der Erweiterungsbau der Kita Heilige Familie
Der Erweiterungsbau der Kita Heilige Familie wurde im vergangenen Jahr fertig. (Archivfoto: Tobias Leven)
Pressemeldung vom 1. Februar 2021
 

Viele Millionen hat die Stadt in den vergangenen Jahren in den Ausbau von Kitaplätzen investiert, um einem stetig steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen nachzukommen. Vor allem der Rechtsanspruch auf Betreuung von Kindern unter drei Jahren hat seit 2013 dazu geführt, dass viele Einrichtungen erweitert und neue Kitas gebaut wurden.

In der Kirchendelle öffnete 2014 eine neue Einrichtung für sieben Gruppen, 2015 an der Goldberger Straße eine Kita mit drei Gruppen und 2018 an der Gruitener Straße eine weitere Kita für fünf Gruppen. Außerdem wurde durch Anbauten in den bestehenden Kitas Platz für zusätzliche Gruppen geschaffen: zuletzt im vergangenen Jahr für zwei Gruppen in der katholischen Kita Heilige Familie. Aber auch das Platzangebot in der Kindertagespflege ist in den vergangenen fünf Jahren von 130 auf 260 Plätze verdoppelt worden.

„Um ein attraktiver Wohnort für Familien zu bleiben, werden wir die Betreuungssituation für Kleinkinder weiter verbessern und unsere Schullandschaft neu gestalten“, sagt Bürgermeisterin Sandra Pietschmann. Wer den Anspruch erhebe, familienfreundlich zu sein, müsse handeln. „Das werden wir“, sagt sie.

Für die kommenden Jahre haben Verwaltung und Politik ein Maßnahmenpaket geschnürt, um weitere Kita-Plätze zu schaffen. Der Bauantrag für den Umbau und die Erweiterung der städtischen Kindertagesstätte in Obschwarzbach ist gestellt. Die Einrichtung wird um eine Gruppe vergrößert und bekommt darüber hinaus zusätzliche Räume für die vorhandenen Gruppen. Die Erweiterung wird voraussichtlich zu Beginn des Kita-Jahres 2022/23 fertig sein.

Die Planungen der Stadt für eine neue Kita auf dem ehemaligen Fußballplatz an der Spessartstraße in Metzkausen laufen ebenfalls auf Hochtouren. Im Kita-Jahr 2022/2023 soll die Kindertageseinrichtung mit sechs Gruppen in evangelischer Trägerschaft (Windrose) ihren Betrieb aufnehmen. Eine weitere Einrichtung ist unterhalb des Düsselrings am Wandersweg geplant. Sie soll – wenn alles gut läuft – 2026 eröffnen.

Bei Kindern unter drei Jahren geht die Fachverwaltung aktuell von einem Betreuungsbedarf in Höhe von 64 Prozent aus, bei Kindern über drei Jahren von 98 Prozent. In den insgesamt 17 Einrichtungen und in der Kindertagespflege werden zum 1. August 2021 insgesamt 1.655 Kinder betreut.

Rückblick: Während 2007 gerade einmal elf U-3-Kinder einen Platz in der Kindertagespflege hatten, waren es 2013 schon 80 Kinder. Zum 1. August 2021 sind es 260 Kinder, um die sich 74 Tagesmütter und -väter kümmern. Vor zehn Jahren gab es in der Stadt 1157 Kita-Plätze. Zum 1. August dieses Jahres werden es 1395 Plätze sein (1159 Ü3-Kinder und 236 U3-Kinder). Dazu kommen noch die 260 Kinder in der Kindertagespflege.

Doch trotz aller Bemühungen „bleibt die Situation in diesem Jahr noch sehr angespannt“, sagt Klaudia Beck, Abteilungsleiterin Kindertagesbetreuung. Eine schwierige Situation für die Stadt, weil sie den Bedarf auf einen Betreuungsplatz nicht für jedes Kind erfüllen kann und es Wartelisten für Kinder unter und über drei Jahren gibt.

Auch für die Träger und die Kita-Leitungen ist die aktuelle Situation nicht einfach, da es durch den Mangel an Fachkräften oftmals nicht möglich ist, freie Stellen in den Einrichtungen neu zu besetzen. Aus diesem Grund sind Überbelegungen in den Gruppen nur in Einzelfällen möglich.

Vor allem durch viele Zuzüge ist die Zahl der Kinder pro Jahrgang in den vergangenen Jahren massiv angestiegen. Waren es vor zehn Jahren 283 Kinder pro Jahrgang, sind es mittlerweile 383. Klaudia Beck: „Im Vergleich zu 2011 müssen wir jetzt für insgesamt 500 Kinder mehr planen. Hinzu kommt ein erheblich gestiegener Bedarf an Plätzen für Kinder unter drei Jahren.“

Die Platzvergabe in den Kitas für das kommende Betreuungsjahr ist inzwischen so gut wie abgeschlossen. Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres werden 390 Plätze in den Kitas frei. So viele Kinder wechseln nach den Sommerferien in die Grundschule. Weitere 100 Plätze können in der Kindertagespflege neu vergeben werden.

Während das Aufnahmeverfahren für die Vergabe der Kita-Plätze weitgehend abgeschlossen ist, beginnt aktuell die Neuvermittlung von Plätzen in der Kindertagespflege. Eltern, die bei der Vergabe eines Kita-Platzes nicht berücksichtigt werden konnten, können sich für die Vermittlung eines Platzes an die Fachberatung Kindetagespflege des Jugendamtes wenden: Telefon 02104 / 980-433 oder -475, E-Mail: kindertagespflege@mettmann.de.

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