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Carl-Fuhlrott-Realschule
Das Hauptgebäude könnte für den Einzug der Otfried-Preußler-Straße ertüchtigt werden. (Archivfoto: Kreisstadt Mettmann)

Noch keine Entscheidung zum Gesamtschul-Standort

Pressemeldung vom 24. September 2021
 

In einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Schule und Bildung und für strategische Stadtplanung, Stadtentwicklung und Bauen hat Cornelia Neubürger vom Büro Klein + Neubürger Architekten Part.mbB Bochum eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, in der aufgezeigt wird, dass die Gesamtschule auf dem Gelände der Otfried-Preußler-Schule (OPS) neu errichtet werden könnte. In einem dreigeschossigen Gebäude könnte der Unterrichtsbetrieb für eine sechszügige Gesamtschule durchgeführt werden. Die Grundschule könnte in das Gebäude der heutigen Realschule einziehen. Zwischen beiden Schulen wäre Platz für eine 3-fach- und eine 1-fach-Sporthalle.

Ob die Grundschule der Gesamtschule weichen muss und wohin sie dann ziehen soll, diese Entscheidungen sind in die Ratssitzung am 5. Oktober vertagt worden. Die Idee, das Gelände der OPS für einen Gesamtschul-Neubau zu nutzen, war von der Bürgerinitiative „Gesamtschule“ entwickelt und an die Verwaltung und Politik herangetragen worden. Daraufhin wurde eine Machbarkeitsstudie für diese Variante in Auftrag gegeben.

Während sich die Schulpflegschaft der OPS für einen Umzug an die ehemalige Anne-Frank-Hauptschule, in der zurzeit die Gesamtschule untergebracht ist, ausgesprochen hat, favorisiert die Bauverwaltung den Standort Realschule für die Grundschule. Die Bausubstanz der Realschule sei deutlich besser als an der ehemaligen Hauptschule. Die Gebäudestruktur der ehemaligen Hauptschule mit einem zentralen Gebäude und sechs Satelliten, von denen schon drei das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hätten, sei aus der Zeit gefallen, sowohl unter pädagogischen als auch unter energetischen Gesichtspunkten, sagte Baudezernent Kurt Werner Geschorec. Sollte die OPS dort hinziehen, müsste die alte Hauptschule vermutlich abgerissen und ein Neubau für die OPS errichtet werden.

Bei allen Überlegungen und Planungen, erklärte Geschorec, „werden wir die Elternvertretungen und die Schulleitungen natürlich in die Entscheidungsprozesse mit einbinden“. Aber auch die unmittelbare Nachbarschaft am Schulstandort werde im Planverfahren frühzeitig informiert, versicherte Baudezernent Geschorec.

Bis zum Rat will die Politik noch einige offene Fragen geklärt wissen. Unter anderem soll die Verwaltung Bewertungen der zwei Standort-Alternativen für die OPS unter pädagogischen und städtebaulichen Aspekten vornehmen. Ferner soll geklärt werden, wie die Schüler aller drei Schulen während der Bauzeiten beschult werden, ob sie nur in Containern, oder möglicherweise doch auch in vorhandenen Gebäuden übergangsweise unterrichtet werden könnten. Und auch der Standort am Peckhaus soll noch einmal unter finanziellen Gesichtspunkten betrachtet werden, ob eine Gesamtschule an diesem Standort nicht kostengünstiger gebaut werden könnte – falls dort keine neue Feuer- und Rettungswache errichtet werden sollte.

Bürgermeisterin Sandra Pietschmann und Planerin Neubürger appellierten an die Politiker, dass sie irgendwann eine Entscheidung treffen müssten, weil die Zeit dränge. „Wenn Sie weiter mehrgleisig planen, drehen Sie sich noch lange im Kreis herum“, sagte Neubürger.

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