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Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht

Judenstern
Symbolfoto: falco / pixabay
Pressemeldung vom 4. November 2019
 

Vor 81 Jahren markierten die Novemberpogrome den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung und waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten „Deutschen Reich“.

In der sogenannten Reichspogromnacht wurden vom 7. bis 13. November 1938 über 1.000 Menschen ermordet. Über 1.400 Synagogen und jüdische Betstuben, sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Diese Nacht war der Auftakt zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit.

Wie in den Jahren zuvor möchte das Mettmanner Bündnis für Toleranz und Zivilcourage auch in diesem Jahr wieder gemeinsam der Opfer von Terror und Gewalt des nationalsozialistischen Regimes gedenken. Auch den aktuellen Opfern rechtsextremer, rassistischer Übergriffe und Gewalt in Deutschland soll an diesem Abend gedacht werden.

Nicht nur die jüngsten Ereignisse in Halle oder die Wahlen in Thüringen haben gezeigt, dass das Einstehen für Demokratie und Humanität wichtig und notwendig geworden ist. Deshalb möchte die Veranstaltung ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für die Bedeutung und den Erhalt einer lebendigen Erinnerungskultur.

Am Samstag, 9. November um 18 Uhr, findet ein Gedenken mit Kranzniederlegungen und einem Redebeitrag von Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Heine-Gymnasiums am Koburg-Mahnmal am unteren Lavalplatz statt, begleitet vom Mettmanner Blockflöten-Ensemble.

Im Anschluss wird in der evangelischen Kirche Freiheitstraße das interaktive Theaterstück „Hatten sie schon einmal Zuvielcourage?“ des Künstler-Duos Karin Kettling und Jürgen Albrecht aufgeführt, das sich am Argumentationstraining gegen Stammtischparolen orientiert. Alle Interessierten sind sehr herzlich zur Veranstaltung eingeladen.

 

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