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Kita-Alltag in Zeiten von Corona

Weil die Kitas zurzeit geschlossen sind, können sich die Kinder dieser städtischen Kita mit ihren Eltern Ausmalbilder oder Rezepte am "Ideen-Zaun" abholen. Foto: Kreisstadt Mettmann
Pressemeldung vom 6. April 2020
 

Durch das derzeitige Betretungsverbot in den Kindertageseinrichtungen hat sich auch der Arbeitsalltag der pädagogischen Fachkräfte in den städtischen Kitas sehr verändert. Da stellt sich natürlich die Frage, was sie jetzt den ganzen Tag über machen.

In allen fünf Kitas werden Erzieherinnen und Erzieher benötigt, um Kinder von Eltern, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, zu betreuen. Hinzu kommen nun auch noch Kinder, für die eine Betreuung aus Sicht des Kommunalen Sozialdienstes des Jugendamtes zur Sicherung des Kindeswohles erforderlich ist, erklärt Klaudia Beck, die als Abteilungsleiterin für die Kindertagesbetreuung bei der Stadt zuständig ist.

Pädagogische Fachkräfte, die für die Betreuung nicht benötigt werden, kümmern sich derzeit um diverse schriftliche Arbeiten wie beispielsweise der Bildungs- und Entwicklungsdokumentationen, sie lesen Fachzeitschriften und -bücher, überarbeiten die Einrichtungskonzeption, oder planen Angebote und Projekte für die pädagogische Arbeit nach Ende der Schließungszeit. Einige pädagogische Fachkräfte nehmen an Online-Fortbildungen teil, die mit wenig technischem Aufwand möglich sind.

Zudem haben sich einzelne Kitas kleine Überraschungen für die Kinder zu Hause ausgedacht und vorbereitet. Es wurden zum Beispiel „Wundertüten“ mit Kreativmaterial in die Briefkästen der Familien eingeworfen und der Osterhase hat ein kleines Video an die Kinder einer Kita verschickt, um sie auf das bevorstehende Osterfest einzustimmen. Darüber hinaus bekommen Eltern Ideen für Fingerspiele, Lieder und Bastelarbeiten zur Verfügung gestellt. Von einzelnen Kitas wurden zudem Briefe an die Kinder geschickt. Weitere Ideen sind in Planung und werden von den pädagogischen Fachkräften umgesetzt. Auch Eltern und Kinder greifen diese Anregungen auf, malen Bilder für ihre Kita oder schreiben Antwortbriefe.

An einer Kita ist ein „Ideenzaun“ entstanden, an dem sich Kinder und Eltern durch schöne Ideen inspirieren lassen können und sich zum Beispiel Ausmalbilder oder Kochrezepte mitnehmen dürfen. Bei Kindern und Eltern stoßen diese Angebote und Möglichkeiten, mit der Kita in Kontakt zu bleiben, auf eine große Resonanz.

In einer Kita wurde durch die Schließung die Renovierung und Erneuerung der küchentechnischen Ausstattung vorgezogen. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Kindertageseinrichtungen unterstützen zurzeit auch die Ordnungsbehörde.

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