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Königshofplatz Mettmann Luftbild
Archivfoto: Kreisstadt Mettmann

Bürgermeister Thomas Dinkelmann zur IW-Studie: „Wir leben gut in Mettmann, brauchen aber weiterhin ein aktives Flächenmanagement“

Pressemeldung vom 1. Juli 2020
 

In einem zweigeteilten Städte-Ranking der 396 Kommunen in NRW, die vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Arbeitgeberverbände erstellt wurde, belegt die Kreisstadt Mettmann im Niveau-Ranking Platz 129 in NRW, noch vor den Großstädten Köln (Platz 131), Wuppertal (291) und Essen (297). „Das zeigt, dass Mettmann eine attraktive Stadt mit hoher Lebensqualität ist“, sagt Bürgermeister Thomas Dinkelmann. „Die Platzierung wäre sicher noch besser ausgefallen, wenn Kriterien wie Natur- und Landschaftsräume, gute Infrastruktur und die hervorragenden Anbindungen an die umliegenden Großstädte und die Rheinschiene bei der Bewertung deutlich ins Gewicht gefallen wären.“

Im Dynamik-Ranking belegt Mettmann dagegen Platz 351. Offensichtlich waren hier die Gewerbesteuerhebesätze ein wesentliches Beurteilungskriterium. Aus Sicht der Unternehmerverbände auch verständlich. Da liegt Monheim am Rhein natürlich unangefochten auf Platz eins. Dort ist der Gewerbesteuerhebesatz extrem niedrig.

Doch auch in Mettmann wurde der Gewerbesteuerhebesatz seit 2014 nicht mehr angehoben. „Mettmann hat einen Hebesatz, der sogar unter dem NRW-Durchschnitt liegt und ich werde wie bislang auch in Zukunft alles dafür tun, dass das so bleibt“, sagt Bürgermeister Thomas Dinkelmann. Vor diesem Hintergrund erscheint die absolute Platzierung in der IW-Studie fragwürdig.

Unstrittig sind dagegen die schwerwiegenden Versäumnisse der Vergangenheit: Die Stadt hatte über lange Zeit keine Grundstücksbevorratung bzw. kein aktives Flächenmanagement betrieben. Flächen für längst überfällige Projekte waren gar nicht mehr verfügbar, das Tafelsilber verkauft. Grundstücke fehlten nicht nur für den Bau neuer Kindertagesstätten, sondern auch für neue Betriebe. „Ein Schwerpunkt meiner Arbeit der vergangenen Jahre war der Flächenerwerb. Eine schwere Aufgabe in Zeiten extrem niedriger Zinsen“, sagt Bürgermeister Thomas Dinkelmann. Dennoch ist es gelungen, in den letzten Jahren rund 14 Hektar für die Stadt zu erwerben. Davon stehen nun 10 Hektar als Tauschflächen für neue Gewerbegrundstücke in unseren Gewerbegebieten zur Verfügung. Hier hat sich viel getan, was aber erst in den nächsten Jahren sichtbar wird.

Dieses besondere Versäumnis der Vergangenheit drückt sich in der Beurteilung des Dynamik-Ranking aus, denn ohne entsprechende Flächen für Gewerbe gibt es keine Neuansiedlungen von Unternehmen, stagniert die Zahl der Arbeitsplätze und der Beschäftigten. „Die jetzige aktive Bodenbevorratung wird ihre Früchte in den kommenden Jahren tragen und ich bin überzeugt davon, dass die positive Entwicklung sich auch positiv auf das nächste Wirtschaftsranking auswirkt“, sagt Bürgermeister Thomas Dinkelmann.

 

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