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Absage der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht

Judenstern
Symbolfoto: falco / pixabay
Pressemeldung vom 6. November 2020
 

Das Mettmanner Bündnis für Toleranz und Zivilcourage und die beiden Mettmanner Gymnasien sagen aufgrund der aktuellen Coronasituation, die für den 9. November geplante Gedenkveranstaltung am Mahnmal Lavalplatz ab. Auch der im Anschluss geplante Vortrag der Journalistin Katharina Nocun zum Thema „Verschwörungstheorien“ entfällt ersatzlos. Der Vortrag wird voraussichtlich in der nächsten Woche als Online-Veranstaltung realisiert.

Das Mettmanner Bündnis für Toleranz und Zivilcourage und die in ihm aktiven Institutionen laden alle Interessierten Bürgerinnen und Bürger daher ein, in diesem Jahr individuell am Mahnmal-Lavalplatz zu gedenken und dort eine Blume niederzulegen und/oder eine Kerze zu entzünden.

In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurden tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet. Hunderte Synagogen und 3.000 jüdische Geschäfte wurden gebrandschatzt und geplündert. Spätestens an diesem Tag konnte jeder in Deutschland realisieren, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. Seit 1978 ist der 9. November ein bundesweiter Gedenktag.

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