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„Helfen zu können, bereitet mir große Freude“

Mabel Stickley Behindertenbeauftragte
Mabel Stickley (Foto: privat)
Pressemeldung vom 3. Dezember 2020
 

Der heutige 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. „Der 1992 von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag der Menschen mit Behinderung soll weltweit das Bewusstsein für ihre Belange schärfen und den Einsatz für ihre Würde und Rechte fördern. In Deutschland setzen sich verschiedene Institutionen und Verbände seit Jahren für mehr Teilhabe und Inklusion ein“, heißt es dazu auf der Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung.

In Mettmann kümmert sich Mabel Stickley als ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt seit 2017 um die Belange der Menschen mit Behinderung. In der Ratssitzung am 15. Dezember soll Sie erneut zur ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten Mettmanns bestellt werden. Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung haben wir mit Mabel Stickley gesprochen.

Welche Aufgaben umfasst dieses Ehrenamt eigentlich?

Mabel Stickley: Es gibt ganz unterschiedliche Bereiche, in denen ich helfen und beraten kann. Es geht beispielsweise um Arbeitsverträge, Urlaubsanspruch bei Behinderung, oder um Hilfen bei Schwerbehindertenanträgen, um die Kündigung einer Wohnung, oder um Umbaumaßnahmen in den eigenen vier Wänden, die aufgrund einer Behinderung notwendig werden. Darüber hinaus brauchen viele Menschen, die sich bei mir melden, Informationen zu Krankenhausaufenthalten, Reha-Maßnahmen und vieles, vieles mehr.

Wie viel Zeit bringen Sie für dieses Ehrenamt auf?

Mabel Stickley: Das hängt natürlich vom Informationsbedürfnis der Menschen mit Behinderung oder ihrer Angehörigen ab. Im Schnitt sind es aber zwei bis fünf Stunden in der Woche.

Welche Erfahrungen haben Sie als Behindertenbeauftragte gemacht?

Mabel Stickley: Ich habe fast nur positive Erfahrungen gemacht und viele nette Menschen kennengelernt. Es war und ist mir eine ganz besondere Freude, wenn ich anderen Menschen helfen kann und sehe, wie sie sich dann freuen. Helfen zu können, bereitet mir nun einmal große Freude.

Hat es auch Fälle gegeben, in denen Sie nicht weiterhelfen konnten? Was haben Sie dann gemacht?

Mabel Stickley: Natürlich kommt das auch immer wieder mal vor. Aber ich habe in den vielen Jahren meiner ehrenamtlichen Tätigkeit, die ich über das Amt der Behindertenbeauftragten hinaus gerne leiste, ein gutes Netzwerk aufgebaut. Und so weiß ich oftmals, wer helfen kann, wenn ich dazu nicht in der Lage bin.

Wie und wo erreichen Menschen Sie, die Ihren Rat und Ihre Hilfe brauchen? Gibt es feste Sprechzeiten?

Mabel Stickley: Wegen Corona finden die Sprechzeiten nur per Telefon statt. Man kann mich aber natürlich auch anmailen. Nach Absprach biete ich normalerweise Sprechstunden an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Rathaus oder auf Wunsch auch im Seniorentreff „jute Stuw“ im Haus St. Elisabeth an.

Frau Stickley der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen? Was halten Sie von solchen Tagen?

Mabel Stickley: Ich finde solche Tage gut, um so verstärkt auf die Probleme von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen, über die man sich möglicherweise kaum oder noch gar keine Gedanken gemacht hat. Von daher finde ich es gut, dass es solche Tage gibt.

Zu erreichen ist Mabel Stickley wegen der Corona-Pandemie bis auf Weiteres unter Telefon 0160/ 6004076 oder per E-Mail unter mabel.stickley@gmx.de.

 

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