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Die Schließung der Stadthalle ist absehbar

Neandertalhalle Mettmann
Die Neandertalhalle - eine Auslaufmodell. (Archivfoto: Kreisstadt Mettmann)
Pressemeldung vom 11. Februar 2021
 

Das Ende der Stadthalle scheint nur noch eine Frage der Zeit. In der Sitzung des Ausschusses für Sport, Kultur und Ehrenamt am Dienstagabend, 10. Februar, haben FDP und Grüne gefordert, die „Laubfroschoper“ zum 30. Juni zu schließen beziehungsweise nach dem Ende der Pandemie nicht mehr zu öffnen. Und auch die CDU signalisierte, dass sie der Schließung der Halle zustimmen wird, allerdings nicht vor der Bundestagswahl am 26. September. Die Halle werde noch als Briefwahlbüro benötigt. Eine Schließung zum 1. Oktober kann sich die CDU vorstellen. CDU und FDP betonten, dass die Stadt auch künftig einen zentralen Veranstaltungsort in der Stadt brauche. Die Linke regte ein Werkstattverfahren für das gesamte Areal an, an dem auch die Bürgerschaft und die Kulturschaffenden beteiligt werden sollten.

Die SPD wäre auch für eine rasche Schließung, vermisst jedoch einen Kulturentwicklungsplan und ein städtebauliches Konzept zur Überplanung des gesamten Areals, um endgültig entscheiden zu können.

Da es nicht nur über den Zeitpunkt der Schließung der Neandertalhalle unterschiedliche Meinungen gibt, sondern auch darüber, wie das Areal an der Gottfried-Wetzel-Straße künftig genutzt werden soll, wurde eine Entscheidung zu beiden Punkten ebenso wie zur Zukunft der Stadtbibliothek, die in der Neandertalhalle untergebracht ist, in den nächsten Haupt- und Finanzausschuss  geschoben.

Die FDP möchte auf dem Areal der Stadthalle ein Kulturzentrum errichten, in dem auch die Stadtbibliothek einziehen soll. Übergangsweise soll ein zentraler Ort in der Innenstadt für die Bibliothek gefunden werden.

Die Grünen fordern dagegen ein dezentrales Kulturkonzept und den Erhalt des Mehrgenerationenhauses/Jugendhauses am jetzigen Standort. Die Kultur soll künftig an verschiedenen Veranstaltungsorten wie beispielsweise den Schulaulen, der Kulturvilla oder dem Kino stattfinden. FDP und CDU wollen dagegen nicht nur das Gelände der Neandertalhalle, sondern auch des Mehrgenerationenhauses (MGH) überplanen. Als ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit sollen die Angebote des MGH an anderer Stelle in der Innenstadt fortgeführt werden. Die Verwaltung soll nach neuen Standorten suchen.

Dass die Stadtbibliothek erhalten und einen Platz in der Innenstadt haben muss, darüber herrscht politischer Konsens. Allerdings gehen die Vorstellungen, wie die Stadtbibliothek künftig aufgestellt sein soll, auseinander. Eine Entscheidung wurde vertagt. Dezernent Marko Sucic erklärte, dass ein geeigneter Standort für die Bibliothek in der Innenstadt schwierig sei. Größere leerstehende Ladenlokale seien nicht einmal barrierearm und kämen deshalb nicht in Frage.

 

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