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Fahrradstraßen-Piktogramm
Die Brückerstraße wurde bereits in eine Fahrradstraße umgewandelt. (Archivfoto: Kreisstadt Mettmann)

Der Starschuss zur Mobilitätswende ist gefallen

Pressemeldung vom 18. November 2021
 

Großer Beifall für das Radverkehrskonzept, das vom Planungsbüro „stadtVerkehr“ Mittwochabend im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität vorgestellt wurde. Auch wenn der Abschlussbericht des Büros noch fehlt, war die Politik von den Maßnahmen, die von den Planern mit Hilfe der Fahrradvereine sowie vieler Bürgerinnen und Bürgerinnen entwickelt wurden, begeistert.

Der Startschuss zur Mobilitätswende ist gefallen. „Wir haben lange genug geplant. Lassen Sie uns jetzt anfangen“, rief Marcel Alpkaya, der städtische Beauftragte für Klimaschutz und Radfahrangelegenheiten, den Ausschussmitgliedern zu und erntete viel Beifall. Im Februar 2022 soll das Radverkehrskonzept beschlossen werden. Kleinere, konfliktfreie Maßnahmen wird die Stadt schon vorher umsetzen.

Mit Hilfe des Radverkehrskonzeptes soll der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehr von derzeit zwei, drei Prozent auf 15 Prozent bis 2025 und bis zum Jahr 2030 auf 20 Prozent erhöht werden. Um diese Ziele zu erreichen, hat das Planungsbüro ein schlüssiges, lückenloses und barrierefreies Radverkehrsnetz fürs gesamte Stadtgebiet entwickelt. Nur so könnten die gesetzten Ziele auch erreicht werden, erklärte Lennart Bruhn vom Hildener Planungsbüro. Insbesondere auf Kurzstrecken soll das Fahrrad das Auto ersetzen. Dies führe nicht nur zu einer Verringerung der CO2-Emmissionen, sondern erhöhe auch die Attraktivität Mettmanns als Lebens- und Arbeitsort.  

Baudezernent Kurt Werner Geschorec wies darauf hin, dass mit dem Konzept auch einige tiefgreifende Veränderungen im Stadtgebiet vorgenommen werden müssten. Veränderungen, die vermutlich nicht bei allen Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen auf Zustimmung stoßen werden. Der umfangreiche Maßnahmenkatalog zur Mobilitätswende reicht von Absenkungen von Bordsteinen bis hin zur Einrichtung weiterer Fahrradstraßen oder Radfahrstreifen an wichtigen Einfall- und Ausfallstraßen wie beispielsweise der Nordstraße, dem Düsselring oder der Eidamshauser Straße. Dort müsste das Parken am Fahrbahnrand verboten werden, wenn die Straßen Radfahrsteifen bekommen.

Deshalb sei es so wichtig, erklärte Jens Reiter, der Vorsitzende des Mettmanner ADFC, deutlich zu machen, dass das Radverkehrskonzept ein Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger sei „und nicht nur für ein paar Radfahrer. Davon haben alle Vorteile.“

Die Politik war sich einig, dass das Konzept schnell beschlossen werden müsse, um für die Umsetzung größerer Maßnahmen auch finanzielle Unterstützung vom Land zu erhalten. Es werde im kommenden Jahr viele Fördertöpfe für den Ausbau der Radinfrastruktur geben, hieß es aus der Politik. Deshalb sei es auch wichtig, das städtische Konzept mit dem Radverkehrsplan des Kreises Mettmann und der überregionalen Planung abzustimmen und anzupassen.

Neben dem Ausbau eines sicheren und lückenlosen Radwegenetzes, mit dem nahezu alle Stadteile über die Innenstadt miteinander verbunden sind, sollen aber nicht nur die Radwege und wichtige Knotenpunkte neugestaltet und umgebaut werden, sondern auch vorhandene Strukturen verbessert und saniert werden. Flankiert werden diese Maßnahmen durch eine Verbesserung des Radservice mit ausreichenden Möglichkeiten, sein Fahrrad sicher und geschützt abzustellen, Reparaturstationen und Möglichkeiten des Bikesharing.

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